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Bariumsulfat ist ein röntgendichtes Kontrastmittel, das in der medizinischen Diagnostik eingesetzt wird, um den Magen-Darm-Trakt bei Röntgenuntersuchungen sichtbar zu machen.
Bariumsulfat ist ein röntgendichtes Kontrastmittel, das in der medizinischen Diagnostik eingesetzt wird, um den Magen-Darm-Trakt bei Röntgenuntersuchungen sichtbar zu machen.
Bariumsulfat (chemische Formel: BaSO₄) ist eine weiße, geruchlose, wasserunlösliche Verbindung, die in der Medizin als orales oder rektales Kontrastmittel für bildgebende Untersuchungen des Verdauungstrakts verwendet wird. Da Bariumsulfat Röntgenstrahlen stark absorbiert, stellt es den Magen-Darm-Trakt bei Röntgenaufnahmen und Durchleuchtungsuntersuchungen deutlich sichtbar dar. Aufgrund seiner praktisch vollständigen Unlöslichkeit im Wasser wird es vom Körper nicht resorbiert und nach der Untersuchung unverändert wieder ausgeschieden.
Bariumsulfat wird primär zur Darstellung des Gastrointestinaltrakts eingesetzt. Typische Indikationen umfassen:
Bariumsulfat wirkt als positives Kontrastmittel, das Röntgenstrahlen stark absorbiert. Durch das Auskleiden der Schleimhäute des Verdauungstrakts mit dem weißlichen Bariumbrei entstehen kontrastreiche Bilder, auf denen die Schleimhautstruktur, Wandbeweglichkeit, Engstellen, Ausstuelp ungen (Divertikel) und Tumore beurteilt werden können. Bei der Doppelkontrasttechnik wird zusätzlich Luft oder Gas eingebracht, um die Schleimhautoberfläche noch detailreicher abzubilden.
Bariumsulfat wird als wässrige Suspension (Breiform) verabreicht. Die Konzentration und Menge richten sich nach der Art der Untersuchung:
Die genaue Dosierung und Konzentration wird vom radiologischen Fachpersonal entsprechend des Untersuchungsziels festgelegt.
Die Anwendung von Bariumsulfat ist in bestimmten Situationen kontraindiziert (nicht erlaubt):
Bariumsulfat wird im Allgemeinen gut vertragen, da es physiologisch inert ist. Mögliche Nebenwirkungen umfassen:
Da Bariumsulfat vom Körper nicht aufgenommen wird, besteht keine Gefahr einer systemischen Bariumvergiftung. Patienten sollten nach der Untersuchung ausreichend trinken, um die Ausscheidung zu fördern und einer Verstopfung vorzubeugen. Im Gegensatz zu jodhaltigen Kontrastmitteln verursacht Bariumsulfat keine Schilddrüsen- oder Nierenfunktionsstörungen.
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