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Die Basalmembran ist eine dünne Gewebeschicht, die Zellen von darunter liegendem Bindegewebe trennt und wichtige Stützfunktionen übernimmt.
Die Basalmembran ist eine dünne Gewebeschicht, die Zellen von darunter liegendem Bindegewebe trennt und wichtige Stützfunktionen übernimmt.
Die Basalmembran (auch Basallamina genannt) ist eine hauchdünne, spezialisierte Schicht aus extrazellulären Matrixproteinen. Sie bildet die Grenzfläche zwischen Epithelzellen oder Endothelzellen und dem darunter liegenden Bindegewebe (Stroma). Im menschlichen Körper kommt die Basalmembran nahezu überall vor, wo Zellschichten an Bindegewebe grenzen – etwa unter der Haut, in den Nieren, in den Blutgefäßen und in den Atemwegen.
Die Basalmembran besteht aus mehreren Schichten und Proteinen, die zusammen ein stabiles Netzwerk bilden:
Elektronenmikroskopisch lassen sich zwei Hauptschichten unterscheiden: die Lamina rara (auch Lamina lucida, elektroarme Schicht) und die Lamina densa (elektronendichte Schicht). In manchen Geweben findet sich zusätzlich eine Lamina fibroreticularis, die aus Retikulinfasern besteht und die Membran mit dem Bindegewebe verankert.
Die Basalmembran erfüllt im Körper vielfältige und lebenswichtige Aufgaben:
Erkrankungen, bei denen die Basalmembran geschädigt oder verändert ist, können schwerwiegende Folgen haben:
Beim Goodpasture-Syndrom richtet das Immunsystem Antikörper gegen Kollagen Typ IV in der Basalmembran der Nieren und Lungen. Dies führt zu einer schweren Glomerulonephritis (Nierenentzündung) und Lungenblutungen.
Das Alport-Syndrom ist eine genetisch bedingte Erkrankung, bei der Mutationen in den Genen für Kollagen IV die Basalmembran der Nieren strukturell schwächen. Die Folge sind fortschreitende Niereninsuffizienz und Hörverlust.
Bei langfristig erhöhtem Blutzucker (Diabetes mellitus) kommt es zu einer Verdickung und Funktionsstörung der glomerulären Basalmembran in der Niere, was zu Proteinurie und Nierenschäden führt.
Bösartige Tumorzellen (Karzinome) müssen die Basalmembran durchbrechen, um in umliegendes Gewebe einzuwachsen und Metastasen zu bilden. Die Integrität der Basalmembran gilt daher als wichtiger Marker bei der Beurteilung von Tumorstadien.
Erkrankungen wie das bullöse Pemphigoid oder die Epidermolysis bullosa betreffen die Basalmembran der Haut. Autoantikörper oder genetische Defekte führen zu einer Ablösung der Epidermis von der Dermis und zur Blasenbildung.
Die Beurteilung der Basalmembran erfolgt in der Regel durch spezielle histologische und immunhistochemische Verfahren. Unter dem Elektronenmikroskop kann die Struktur der Membran direkt sichtbar gemacht werden. In der Nierendiagnostik spielt die Biopsie mit anschließender Untersuchung der glomerulären Basalmembran eine zentrale Rolle. Spezifische Antikörper gegen Basalmembranbestandteile (z. B. Anti-GBM-Antikörper) können im Blut nachgewiesen werden.
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