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Bauchaortenstenose – Ursachen, Symptome & Behandlung

Die Bauchaortenstenose ist eine Verengung der Bauchschlagader, die den Blutfluss in die unteren Körperregionen einschränkt und schwerwiegende Durchblutungsstörungen verursachen kann.

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Wissenswertes über "Bauchaortenstenose"

Die Bauchaortenstenose ist eine Verengung der Bauchschlagader, die den Blutfluss in die unteren Körperregionen einschränkt und schwerwiegende Durchblutungsstörungen verursachen kann.

Was ist eine Bauchaortenstenose?

Die Bauchaortenstenose bezeichnet eine krankhafte Verengung (Stenose) der Bauchaorta (Aorta abdominalis), also des Abschnitts der Hauptschlagader, der durch den Bauchraum verläuft. Die Aorta ist das größte Blutgefäß des menschlichen Körpers und versorgt alle wichtigen Organe und die untere Körperhälfte mit sauerstoffreichem Blut. Eine Verengung an dieser Stelle kann die Blutversorgung der Beine, der Nieren, des Darms und anderer Bauchorgane erheblich beeinträchtigen.

Ursachen

Die häufigste Ursache der Bauchaortenstenose ist die Arteriosklerose (Arterienverkalkung), bei der sich Fett-, Kalk- und Bindegewebsablagerungen (Plaques) an der Gefäßwand bilden und das Gefäßlumen einengen. Weitere Ursachen umfassen:

  • Angeborene Fehlbildungen: Selten kann eine Verengung bereits bei der Geburt vorhanden sein (kongenitale Aortenstenose).
  • Entzündliche Gefäßerkrankungen: z. B. Takayasu-Arteriitis oder andere Formen der Vaskulitis.
  • Thrombosen oder Embolien: Blutgerinnsel können das Gefäß akut verlegen.
  • Traumatische Schäden: Verletzungen der Aorta durch Unfälle oder operative Eingriffe.
  • Strahlentherapie: Bestrahlungen im Bauchraum können langfristig zu Gefäßveränderungen führen.

Risikofaktoren

Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko, eine Bauchaortenstenose zu entwickeln:

  • Hohes Lebensalter
  • Rauchen
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Erhöhte Blutfettwerte (Hyperlipidämie)
  • Diabetes mellitus
  • Familiäre Vorbelastung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Symptome

Die Symptome einer Bauchaortenstenose hängen vom Ausmaß und der Lokalisation der Verengung ab. Häufige Beschwerden sind:

  • Schaufensterkrankheit (periphere arterielle Verschlusskrankheit, pAVK): Schmerzen in den Beinen beim Gehen, die in der Ruhe nachlassen.
  • Ruheschmerzen in den Beinen oder Füßen bei ausgeprägter Stenose.
  • Bluthochdruck, der auf Medikamente schlecht anspricht (renovaskuläre Hypertonie bei Einschränkung der Nierendurchblutung).
  • Angina abdominalis: Bauchschmerzen nach dem Essen durch eingeschränkte Darmblutung.
  • Taubheitsgefühl oder Kältegefühl in den Beinen.
  • Im schlimmsten Fall: Gewebsuntergang (Gangrän) an den Extremitäten oder Niereninfarkt.

Diagnose

Zur Diagnose einer Bauchaortenstenose stehen verschiedene Untersuchungsmethoden zur Verfügung:

  • Körperliche Untersuchung: Abtasten des Bauches, Messen des Blutdrucks an beiden Armen und Beinen, Abhören auf Gefäßgeräusche.
  • Doppler- und Duplexsonographie: Ultraschalluntersuchung zur Beurteilung von Blutfluss und Gefäßwand – schnell, schmerzlos und ohne Strahlenbelastung.
  • CT-Angiographie (CTA): Computertomographische Darstellung der Aorta und ihrer Äste mit Kontrastmittel; sehr genaue Methode.
  • MR-Angiographie (MRA): Magnetresonanztomographische Gefäßdarstellung ohne Röntgenstrahlen.
  • Digitale Subtraktionsangiographie (DSA): Invasive Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel; gilt als Goldstandard und kann gleichzeitig therapeutisch eingesetzt werden.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Stenose, den Beschwerden des Patienten und dem allgemeinen Gesundheitszustand.

Konservative Therapie

Bei leichten Verengungen und ohne schwerwiegende Symptome kommen zunächst nicht-operative Maßnahmen zum Einsatz:

  • Optimale Einstellung von Blutdruck, Blutzucker und Blutfettwerten
  • Raucherentwöhnung
  • Regelmäßige körperliche Aktivität (Gehtraining)
  • Medikamentöse Therapie mit Thrombozytenaggregationshemmern (z. B. Acetylsalicylsäure), Statinen und ggf. blutdrucksenkenden Mitteln

Interventionelle Therapie

Bei ausgeprägten Stenosen können minimalinvasive Verfahren eingesetzt werden:

  • Perkutane transluminale Angioplastie (PTA): Ein Ballonkatheter wird in das verengte Gefäß eingeführt und aufgeblasen, um die Verengung aufzudehnen.
  • Stentimplantation: Nach der Aufdehnung wird ein Metallgitter (Stent) in das Gefäß eingesetzt, um es dauerhaft offen zu halten.

Operative Therapie

Bei komplexen oder ausgedehnten Stenosen, die für interventionelle Verfahren nicht geeignet sind, kann ein chirurgischer Eingriff erforderlich sein:

  • Thrombendarteriektomie (TEA): Chirurgische Entfernung der arteriosklerotischen Ablagerungen aus der Gefäßwand.
  • Bypass-Operation: Umleitung des Blutstroms über ein Kunststoff- oder körpereigenes Gefäßtransplantat, um die Verengung zu umgehen.

Prognose und Vorbeugung

Die Prognose hängt wesentlich vom rechtzeitigen Behandlungsbeginn, dem Ausmaß der Gefäßerkrankung und der konsequenten Behandlung der Risikofaktoren ab. Eine gesunde Lebensweise – einschließlich ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung und Nikotinverzicht – ist die wirksamste Vorbeugung gegen arteriosklerotisch bedingte Gefäßveränderungen.

Quellen

  1. Herold, G. et al.: Innere Medizin. Eigenverlag, Köln, aktuelle Auflage.
  2. European Society of Cardiology (ESC): Guidelines on the Diagnosis and Treatment of Peripheral Arterial Diseases. European Heart Journal, 2017.
  3. Hirsch, A.T. et al.: ACC/AHA Guidelines for the Management of Patients with Peripheral Arterial Disease. Circulation, 2006.

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