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Eine Beckenbodenprothese ist ein chirurgisch eingesetztes Implantat zur Stabilisierung des geschwächten Beckenbodens, z. B. bei Organvorfall oder Harninkontinenz.
Eine Beckenbodenprothese ist ein chirurgisch eingesetztes Implantat zur Stabilisierung des geschwächten Beckenbodens, z. B. bei Organvorfall oder Harninkontinenz.
Eine Beckenbodenprothese ist ein medizinisches Implantat, das chirurgisch in den Beckenbodenbereich eingesetzt wird, um geschwächtes oder geschädigtes Gewebe zu stützen oder zu ersetzen. Sie wird vor allem bei Beckenbodensenkungen (Prolapsen) und bestimmten Formen der Harninkontinenz eingesetzt. Das Implantat besteht meistens aus einem synthetischen Netzgewebe (z. B. Polypropylen) oder aus biologischen Materialien und dient dazu, die Beckenorgane – also Blase, Gebärmutter, Darm – in ihrer korrekten anatomischen Position zu halten.
Eine Beckenbodenprothese wird eingesetzt, wenn der natürliche Beckenboden so stark geschwächt ist, dass er seine Stützfunktion nicht mehr ausreichend erfüllen kann. Typische Ursachen und Indikationen sind:
Vor dem Einsatz einer Beckenbodenprothese erfolgt eine gründliche gynäkologische oder urologische Untersuchung. Dazu gehören:
Synthetische Netze aus Polypropylen sind die am häufigsten verwendeten Materialien. Sie sind langlebig und gut verträglich, können jedoch in seltenen Fällen Probleme wie Erosion oder Infektion verursachen. Die Verwendung dieser Netze ist in einigen Ländern reguliert und erfordert eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung.
Biologische Prothesen bestehen aus tierischem oder menschlichem Gewebe (z. B. Schweinedarm-Submukosa oder humane Dura mater). Sie werden vom Körper mit der Zeit teilweise abgebaut und integriert, haben jedoch eine geringere Langzeitstabilität.
Die Beckenbodenprothese kann auf verschiedenen chirurgischen Wegen eingesetzt werden:
Die Wahl des Verfahrens hängt von der Art und dem Ausmaß des Prolapses, dem allgemeinen Gesundheitszustand der Patientin sowie der Erfahrung des operierenden Teams ab.
Wie bei jedem operativen Eingriff gibt es auch bei der Implantation einer Beckenbodenprothese mögliche Risiken:
Aufgrund dieser Risiken empfehlen viele Fachgesellschaften, den Einsatz synthetischer Netze auf Fälle zu beschränken, in denen herkömmliche Operationen nicht ausreichend sind oder bei einem Rückfall nach einer Voroperation.
Nach dem Einsetzen einer Beckenbodenprothese ist eine sorgfältige Nachsorge wichtig. Dazu gehören regelmäßige Kontrolluntersuchungen, gezielte Beckenbodengymnastik und – bei Bedarf – physiotherapeutische Begleitung. Körperliche Schonung in den ersten Wochen nach der Operation ist essenziell, um die Heilung zu fördern und Komplikationen zu vermeiden.
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