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Bedaquilinresistenz bezeichnet die verminderte Wirksamkeit des Antibiotikums Bedaquilin gegen Tuberkulosebakterien. Sie erschwert die Behandlung multiresistenter Tuberkulose erheblich.
Bedaquilinresistenz bezeichnet die verminderte Wirksamkeit des Antibiotikums Bedaquilin gegen Tuberkulosebakterien. Sie erschwert die Behandlung multiresistenter Tuberkulose erheblich.
Die Bedaquilinresistenz bezeichnet den Zustand, bei dem Mycobacterium tuberculosis – der Erreger der Tuberkulose – gegen das Antibiotikum Bedaquilin unempfindlich geworden ist. Bedaquilin ist eines der wenigen modernen Medikamente, die speziell zur Behandlung der multiresistenten Tuberkulose (MDR-TB) und der extensiv resistenten Tuberkulose (XDR-TB) zugelassen sind. Eine Resistenz gegen diesen Wirkstoff stellt daher eine ernste Bedrohung für die Tuberkulosetherapie dar.
Die Resistenz gegen Bedaquilin entsteht durch genetische Veränderungen im Tuberkuloseerreger. Die wichtigsten Mechanismen sind:
Bedaquilin wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als zentrales Medikament der Gruppe B für die Behandlung von MDR-TB eingestuft. Es hemmt die mykobakterielle ATP-Synthase, ein Enzym, das für die Energieproduktion des Bakteriums unentbehrlich ist. Da Bedaquilin einen völlig neuartigen Wirkmechanismus besitzt, war es lange Zeit wirksam gegen Stämme, die gegen klassische Tuberkulosemedikamente resistent waren. Die zunehmende Verbreitung der Bedaquilinresistenz gefährdet diesen therapeutischen Vorteil.
Der Nachweis einer Bedaquilinresistenz erfolgt durch spezialisierte Laboruntersuchungen:
Bei nachgewiesener Bedaquilinresistenz stehen nur sehr begrenzte Therapiealternativen zur Verfügung. Die Behandlung sollte ausschließlich in spezialisierten Zentren mit Erfahrung in der Versorgung resistenter Tuberkulose erfolgen. Mögliche Ansätze umfassen:
Die Vermeidung der Entstehung und Ausbreitung von Bedaquilinresistenz ist von höchster globaler Bedeutung. Wichtige Präventionsmaßnahmen sind die konsequente Einhaltung standardisierter Behandlungsprotokolle, regelmäßige Resistenztestungen sowie eine engmaschige Überwachung der Therapie. Die WHO betont, dass Bedaquilin nur im Rahmen eines vollständigen, leitliniengerechten Therapieregimes eingesetzt werden sollte, um die Selektion resistenter Stämme zu minimieren.
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