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Das Behçet-Syndrom ist eine seltene, chronisch-entzündliche Gefäßerkrankung, die vor allem Mundschleimhaut, Augen und Haut betrifft. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend.
Das Behçet-Syndrom ist eine seltene, chronisch-entzündliche Gefäßerkrankung, die vor allem Mundschleimhaut, Augen und Haut betrifft. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend.
Das Behçet-Syndrom (auch: Morbus Behçet) ist eine seltene, systemische Vaskulitis – eine Entzündung der Blutgefäße, die nahezu alle Organsysteme betreffen kann. Die Erkrankung verläuft chronisch mit Schubphasen und Remissionen. Sie wurde erstmals 1937 vom türkischen Dermatologen Hulusi Behçet beschrieben. Besonders häufig tritt sie entlang der historischen "Seidenstraße" auf, also in der Türkei, im Mittleren Osten sowie in Ostasien.
Die genaue Ursache des Behçet-Syndroms ist bislang nicht vollständig geklärt. Es wird eine Kombination aus genetischen, immunologischen und Umweltfaktoren angenommen:
Das Behçet-Syndrom ist durch eine Vielzahl von Symptomen gekennzeichnet, die verschiedene Körperregionen betreffen können:
Eine spezifische diagnostische Laboruntersuchung für das Behçet-Syndrom existiert nicht. Die Diagnose wird klinisch anhand der Internationalen Klassifikationskriterien der International Study Group (ISG, 1990) gestellt:
Der Pathergietest ist ein Hautpunktionstest, bei dem eine überschießende Hautreaktion auf eine Nadelstichverletzung als positiv gewertet wird. Bildgebende Verfahren (MRT, CT) und Laboruntersuchungen dienen dem Ausschluss anderer Erkrankungen und der Beurteilung von Organmanifestationen.
Eine kausale Therapie des Behçet-Syndroms ist derzeit nicht möglich. Ziel der Behandlung ist die Kontrolle von Entzündungsschüben und die Vermeidung von Organschäden:
Die Prognose des Behçet-Syndroms ist variabel und hängt stark von den betroffenen Organen ab. Die größten Risiken bestehen bei Augen-, Gefäß- und neurologischer Beteiligung. Mit einer frühzeitigen und konsequenten Behandlung kann jedoch bei vielen Betroffenen eine gute Lebensqualität erreicht werden. Im Laufe der Zeit kann die Krankheitsaktivität abnehmen.
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