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Betahydroxybutyrat (BHB) ist ein Ketonkörper, der in der Leber aus Fettsäuren gebildet wird und dem Körper als alternative Energiequelle dient – besonders bei Fasten oder kohlenhydratarmer Ernährung.
Betahydroxybutyrat (BHB) ist ein Ketonkörper, der in der Leber aus Fettsäuren gebildet wird und dem Körper als alternative Energiequelle dient – besonders bei Fasten oder kohlenhydratarmer Ernährung.
Betahydroxybutyrat (auch: Beta-Hydroxybutyrat, kurz BHB) ist ein organisches Molekül aus der Gruppe der sogenannten Ketonkörper. Es wird vor allem in der Leber produziert, wenn dem Körper nicht ausreichend Kohlenhydrate zur Energiegewinnung zur Verfügung stehen – etwa beim Fasten, bei sehr kohlenhydratarmer (ketogener) Ernährung oder bei längerem intensiven Sport. Chemisch gehört BHB zu den Beta-Hydroxy-Säuren und trägt die systematische Bezeichnung 3-Hydroxybutansäure.
Wenn die Glukosespeicher (Glykogen) in der Leber und in den Muskeln geleert sind, beginnt der Körper vermehrt Fettsäuren abzubauen. Dieser Vorgang wird als Lipolyse bezeichnet. Die dabei entstehenden Fettsäuren werden in der Leber zu Acetyl-CoA umgewandelt, das anschließend zu den drei Ketonkörpern verarbeitet wird:
BHB wird über das Blut zu verschiedenen Organen transportiert, wo es als Energielieferant genutzt wird – besonders vom Gehirn, Herz und den Muskeln. Das Gehirn kann im Gegensatz zu den meisten anderen Organen keine Fettsäuren direkt verwerten und ist daher bei Glukosemangel auf Ketonkörper wie BHB angewiesen.
Betahydroxybutyrat hat mehrere wichtige Funktionen im menschlichen Stoffwechsel:
Ein erhöhter BHB-Spiegel im Blut ist das Hauptmerkmal der sogenannten Ketose – einem Stoffwechselzustand, der durch kohlenhydratarme Ernährung, Fasten oder intensiven Sport herbeigeführt werden kann. Die Ketose gilt als physiologisch (normal und gesund), solange der BHB-Spiegel moderat bleibt. Von der Ketose zu unterscheiden ist die diabetische Ketoazidose (DKA), ein gefährlicher Zustand bei unkontrolliertem Diabetes mellitus Typ 1, bei dem der BHB-Spiegel extrem ansteigt und das Blut übersäuert.
BHB kann im Blut oder im Urin gemessen werden. Die Blutmessung gilt als genauer und wird sowohl in der medizinischen Diagnostik als auch von Personen genutzt, die ihre Ketose selbst kontrollieren möchten. Normale Nüchternwerte im Blut liegen unter 0,5 mmol/l. Bei einer ernährungsbedingten Ketose liegen die Werte typischerweise zwischen 0,5 und 3,0 mmol/l. Werte über 10 mmol/l können auf eine Ketoazidose hinweisen.
Neben der körpereigenen Produktion ist BHB auch als sogenanntes exogenes Keton in Form von Nahrungsergänzungsmitteln erhältlich – häufig als BHB-Salze (z. B. Natrium-BHB, Kalium-BHB, Magnesium-BHB) oder als Ketonester. Diese Präparate werden unter anderem von Sportlern zur Leistungssteigerung, zur kognitiven Unterstützung und zur Beschleunigung des Einstiegs in die Ketose verwendet. Die wissenschaftliche Evidenz für die meisten dieser Anwendungen ist noch im Aufbau und nicht abschließend geklärt.
BHB und ketogene Ernährungsformen, die den BHB-Spiegel erhöhen, werden in verschiedenen medizinischen Bereichen erforscht und teilweise angewendet:
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