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Bioaktive Peptide sind kurze Eiweißketten, die im Körper spezifische gesundheitsfördernde Wirkungen entfalten. Sie entstehen bei der Verdauung oder Fermentation von Nahrungsproteinen.
Bioaktive Peptide sind kurze Eiweißketten, die im Körper spezifische gesundheitsfördernde Wirkungen entfalten. Sie entstehen bei der Verdauung oder Fermentation von Nahrungsproteinen.
Bioaktive Peptide sind kurze Ketten aus Aminosäuren, die aus Nahrungsproteinen freigesetzt werden und im menschlichen Körper gezielte biologische Wirkungen entfalten. Sie bestehen in der Regel aus 2 bis 20 Aminosäuren und werden durch enzymatische Verdauung, Fermentation oder Lebensmittelverarbeitung aus größeren Proteinen gewonnen. Im inaktiven Zustand sind sie Teil des Ausgangsprotein-Moleküls und werden erst nach der Freisetzung biologisch aktiv.
Bioaktive Peptide können aus einer Vielzahl von tierischen und pflanzlichen Proteinen entstehen:
Die Freisetzung erfolgt hauptsächlich durch gastrointestinale Verdauungsenzyme (z. B. Pepsin, Trypsin), durch mikrobielle Fermentation oder durch technologische Prozesse in der Lebensmittelherstellung.
Bioaktive Peptide können verschiedene Körperfunktionen beeinflussen. Zu den am besten untersuchten Wirkungen gehören:
Bestimmte Peptide, sogenannte ACE-Hemmer-Peptide (ACE = Angiotensin-Converting-Enzyme), hemmen das Enzym ACE, das an der Regulierung des Blutdrucks beteiligt ist. Dadurch kann der Blutdruck gesenkt werden. Bekannte Beispiele sind die Tripeptide IPP (Ile-Pro-Pro) und VPP (Val-Pro-Pro) aus fermentierter Milch.
Viele bioaktive Peptide können freie Radikale neutralisieren und so oxidativen Stress im Körper reduzieren. Dies kann zur Prävention von chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder bestimmten Krebsarten beitragen.
Einige Peptide wirken direkt gegen Bakterien, Viren oder Pilze, indem sie deren Zellmembranen schädigen. Sie spielen eine Rolle in der natürlichen Immunabwehr des Körpers.
Bioaktive Peptide können das Immunsystem regulieren, indem sie die Aktivität von Immunzellen beeinflussen und entzündliche Prozesse modulieren.
Opioid-Peptide wie Beta-Casomorphine aus Casein binden an Opioidrezeptoren im Gehirn und können schmerzlindernde oder entspannende Effekte haben.
Bioaktive Peptide gewinnen sowohl in der Ernährungsmedizin als auch in der Lebensmittelindustrie zunehmend an Bedeutung. Sie werden in funktionellen Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt, um die Gesundheit gezielt zu fördern. Fermentierte Milchprodukte wie bestimmte Joghurts oder Käsesorten gelten als natürliche Lieferanten blutdrucksenkender Peptide.
In der pharmazeutischen Forschung werden bioaktive Peptide als potenzielle Grundlage für neue Medikamente untersucht, insbesondere gegen Bluthochdruck, Diabetes und Infektionskrankheiten.
Ein zentrales Thema bei bioaktiven Peptiden ist ihre Bioverfügbarkeit – also die Frage, ob sie nach der Einnahme in ausreichenden Mengen unverdaut den Darm passieren und ins Blut gelangen können. Viele Peptide werden im Magen-Darm-Trakt weiter abgebaut, was ihre Wirksamkeit einschränken kann. Forschungsansätze wie Mikroverkapselung oder die Entwicklung peptidhaltiger Nahrungsergänzungsmittel zielen darauf ab, die Bioverfügbarkeit zu verbessern.
Bioaktive Peptide aus Nahrungsquellen gelten bei normaler Ernährung als sicher. Bei hochdosierten Supplementen sollte eine ärztliche Beratung erfolgen.
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