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Bioaktive Substanzen sind natürliche oder synthetische Verbindungen, die im menschlichen Körper eine messbare biologische Wirkung entfalten und die Gesundheit beeinflussen.
Bioaktive Substanzen sind natürliche oder synthetische Verbindungen, die im menschlichen Körper eine messbare biologische Wirkung entfalten und die Gesundheit beeinflussen.
Bioaktive Substanzen sind chemische Verbindungen, die in Lebensmitteln, Pflanzen, Mikroorganismen oder synthetisch hergestellt vorkommen und im menschlichen Organismus eine nachweisbare biologische Wirkung ausüben. Sie interagieren mit Zellen, Enzymen, Hormonen oder dem Immunsystem und können Körperfunktionen gezielt beeinflussen. Der Begriff umfasst ein breites Spektrum an Verbindungen – von Vitaminen und Mineralstoffen über Polyphenole und Flavonoide bis hin zu bioaktiven Peptiden und sekundären Pflanzenstoffen.
Bioaktive Substanzen lassen sich je nach Herkunft und chemischer Struktur in verschiedene Gruppen einteilen:
Bioaktive Substanzen entfalten ihre Wirkung über verschiedene molekulare Mechanismen:
Bioaktive Substanzen kommen überwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Besonders reich an diesen Verbindungen sind:
Zahlreiche epidemiologische Studien belegen, dass eine hohe Aufnahme bioaktiver Substanzen mit einem reduzierten Risiko für chronische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes, bestimmte Krebsarten und neurodegenerative Erkrankungen verbunden ist. Dennoch ist Vorsicht geboten: Isolierte bioaktive Verbindungen in hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln zeigen nicht immer die gleichen positiven Effekte wie der Verzehr bioaktivstoffreicher Lebensmittel. Die Bioverfügbarkeit – also die Menge, die der Körper tatsächlich aufnehmen und verwenden kann – ist stark von der Lebensmittelmatrix, der Zubereitung und individuellen Faktoren abhängig.
In der modernen Medizin bilden viele bioaktive Naturstoffe die Grundlage für die Entwicklung von Arzneimitteln. Bekannte Beispiele sind Aspirin (abgeleitet von Salicylsäure aus der Weidenrinde), Taxol (Paclitaxel, gewonnen aus der Pazifischen Eibe) oder Morphin (aus dem Schlafmohn). Die pharmazeutische Erforschung bioaktiver Naturstoffe ist ein zentrales Feld der Wirkstoffforschung. Darüber hinaus werden bioaktive Substanzen zunehmend als Functional Food-Zutaten und in der Nutrazeutik eingesetzt.
Obwohl viele bioaktive Substanzen als natürlich und unbedenklich gelten, können sie in hohen Dosen oder in Wechselwirkung mit Medikamenten unerwünschte Effekte verursachen. So kann beispielsweise Johanniskraut den Abbau bestimmter Medikamente in der Leber beschleunigen und deren Wirkung abschwächen. Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel mit bioaktiven Substanzen stets mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt besprechen.
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