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Blasenpunktion – Definition, Ablauf & Anwendung

Die Blasenpunktion ist ein medizinisches Verfahren zur Entnahme von Urin direkt aus der Harnblase durch die Bauchdecke. Sie wird diagnostisch und therapeutisch eingesetzt.

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Wissenswertes über "Blasenpunktion"

Die Blasenpunktion ist ein medizinisches Verfahren zur Entnahme von Urin direkt aus der Harnblase durch die Bauchdecke. Sie wird diagnostisch und therapeutisch eingesetzt.

Was ist eine Blasenpunktion?

Die Blasenpunktion (auch suprapubische Blasenpunktion oder Harnblasenpunktion) ist ein medizinisches Verfahren, bei dem Urin oder Flüssigkeit mithilfe einer Hohlnadel direkt aus der Harnblase entnommen wird. Der Zugang erfolgt durch die Bauchdecke oberhalb des Schambeins (suprapubisch). Das Verfahren wird sowohl zu diagnostischen als auch zu therapeutischen Zwecken eingesetzt.

Indikationen

Eine Blasenpunktion wird in verschiedenen medizinischen Situationen durchgeführt:

  • Diagnostische Uringewinnung: Wenn ein steriler Urin für mikrobiologische Untersuchungen benötigt wird, der nicht durch normales Wasserlassen gewonnen werden kann, z. B. bei Verdacht auf Harnwegsinfektionen, insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern.
  • Harnverhalt: Bei akutem oder chronischem Harnverhalt, wenn der Patient nicht eigenständig Wasser lassen kann und ein Blasenkatheter nicht möglich oder nicht sinnvoll ist.
  • Suprapubischer Dauerkatheter: Als alternative Ableitungsmethode zum transurethralen Katheter bei längerem Harnverhalt oder nach operativen Eingriffen im Beckenbereich.
  • Therapeutische Entlastung: Bei krankhafter Flüssigkeitsansammlung in oder um die Blase.

Vorbereitung und Durchführung

Vor der Blasenpunktion muss die Harnblase ausreichend gefüllt sein, damit sie sicher punktiert werden kann. Die Füllung wird in der Regel durch eine Ultraschalluntersuchung kontrolliert. Das Verfahren läuft typischerweise wie folgt ab:

  • Desinfektion der Haut im Bereich des Unterbauchs oberhalb des Schambeins
  • Lokale Betäubung der Einstichstelle mit einem Lokalanästhetikum
  • Einführen der Hohlnadel durch die Bauchdecke in die Harnblase unter Ultraschallkontrolle
  • Entnahme des Urins oder Einlegen eines suprapubischen Katheters
  • Abdecken der Einstichstelle mit einem sterilen Verband

Das Verfahren ist in der Regel kurz und gut verträglich. Es wird ambulant oder stationär durchgeführt.

Risiken und Komplikationen

Die Blasenpunktion ist ein sicheres Verfahren, das in erfahrenen Händen selten zu Komplikationen führt. Mögliche Risiken umfassen:

  • Blutungen: Kleine Blutungen an der Einstichstelle oder in die Blase sind möglich.
  • Infektionen: Trotz steriler Technik kann es selten zu lokalen Infektionen kommen.
  • Verletzung benachbarter Strukturen: In seltenen Fällen können Darmschlingen oder Blutgefässe verletzt werden, besonders wenn die Blase nicht ausreichend gefüllt ist.
  • Schmerzen: Leichter Schmerz oder Druckgefühl an der Punktionsstelle nach dem Eingriff.

Nachsorge

Nach einer einmaligen diagnostischen Blasenpunktion sind in der Regel keine besonderen Massnahmen notwendig. Wenn ein suprapubischer Dauerkatheter eingelegt wird, muss dieser regelmässig gepflegt und gewechselt werden. Zeichen einer Infektion wie Rötung, Schwellung oder Fieber sollten umgehend einem Arzt gemeldet werden.

Blasenpunktion bei Säuglingen und Kindern

Bei Säuglingen und Kleinkindern ist die suprapubische Blasenpunktion eine bevorzugte Methode zur sterilen Uringewinnung, da das Katheterisieren bei kleinen Kindern technisch schwieriger und belastender ist. Der Eingriff wird in dieser Altersgruppe ebenfalls unter Ultraschallkontrolle durchgeführt und ist gut verträglich.

Quellen

  1. Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU): Leitlinien zur Diagnostik und Therapie von Harnwegsinfektionen. AWMF-Registernummer 043-044, 2017.
  2. Hautmann R., Gschwend J.E.: Urologie. 5. Auflage. Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2014.
  3. Larcombe J.: Urinary tract infection in children. BMJ Clinical Evidence. 2015;2015:0306.

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