Bone Bruise: Ursachen, Symptome & Behandlung
Ein Bone Bruise ist eine Knochenprellung mit Einblutung ins Knochenmark, häufig nach Trauma. Er verursacht Schmerzen und wird per MRT diagnostiziert.
Wissenswertes über "Bone Bruise"
Ein Bone Bruise ist eine Knochenprellung mit Einblutung ins Knochenmark, häufig nach Trauma. Er verursacht Schmerzen und wird per MRT diagnostiziert.
Was ist ein Bone Bruise?
Ein Bone Bruise (deutsch: Knochenprellung oder Knochenmarködem) ist eine Verletzung des Knochens unterhalb der Kortikalis, also der harten äußeren Knochenschicht. Dabei kommt es zu winzigen Mikrofrakturen in der Knochenspongiosa sowie zu einer Einblutung ins Knochenmark, ohne dass ein vollständiger Knochenbruch vorliegt. Im Deutschen wird der Begriff Knochenmarködem oder Knochenprellung verwendet. Der Bone Bruise ist im Röntgenbild meist nicht sichtbar und kann nur durch eine Magnetresonanztomographie (MRT) zuverlässig nachgewiesen werden.
Ursachen
Ein Bone Bruise entsteht in der Regel durch direkte oder indirekte mechanische Belastung des Knochens. Häufige Ursachen sind:
- Direkte Traumen: Stoß, Aufprall oder Sturz auf einen Knochen
- Sport- und Gelenkverletzungen: Verstauchungen, Bänderverletzungen oder Meniskusverletzungen am Knie können einen Bone Bruise mitverursachen
- Stressverletzungen: Wiederholte Überlastung, z. B. bei Langstreckenläufern
- Gelenkflächenstauchungen: Zum Beispiel bei Knieverd rehungen (Pivottrauma)
Symptome
Die Beschwerden bei einem Bone Bruise können variieren. Typische Symptome umfassen:
- Lokaler Schmerz an der betroffenen Stelle, oft tief im Gelenk- oder Knochenbereich
- Schwellung und Druckempfindlichkeit über dem betroffenen Areal
- Belastungsschmerz, der sich bei körperlicher Aktivität verstärkt
- Eingeschränkte Beweglichkeit des angrenzenden Gelenks
- Anhaltende Schmerzen über Wochen bis Monate, auch in Ruhe
Ein Bone Bruise kann länger schmerzen als eine normale Prellung, da die Heilung des Knochenmarks mehr Zeit benötigt als die Heilung von Weichteilen.
Diagnose
Da ein Bone Bruise im herkömmlichen Röntgenbild nicht erkennbar ist, ist die MRT (Magnetresonanztomographie) das Mittel der Wahl für die Diagnose. In der MRT zeigt sich das betroffene Areal als Knochenmarködem, erkennbar durch charakteristische Signaländerungen im Knochengewebe. Zusätzlich können begleitende Verletzungen wie Bänderrisse oder Meniskusschäden miterfasst werden.
- Röntgen: Zum Ausschluss von Frakturen, zeigt den Bone Bruise selbst jedoch nicht
- MRT: Goldstandard zur Darstellung von Knochenmarködem und Begleitverletzungen
- CT (Computertomographie): Ergänzend bei Verdacht auf komplexe Frakturen
Behandlung
Die Behandlung eines Bone Bruise ist hauptsächlich konservativ. Eine kausale Therapie existiert nicht; der Fokus liegt auf Entlastung und Schmerzlinderung.
Allgemeine Maßnahmen
- Entlastung und Schonung: Vermeidung von Belastung der betroffenen Körperregion für mehrere Wochen bis Monate
- Kühlung: In der Akutphase zur Reduktion von Schwellung und Schmerz
- Kompression und Hochlagerung: Bei Extremitäten zur Ödem-Reduktion
Medikamentöse Therapie
- Schmerzmedikamente: NSAR (nicht-steroidale Antirheumatika) wie Ibuprofen zur Schmerz- und Entzündungshemmung
- In bestimmten Fällen können biphosphonatähnliche Präparate oder andere knochenstärkende Substanzen erwögen werden
Physiotherapie
- Gezieltes physiotherapeutisches Training zur Wiederherstellung von Kraft und Stabilität nach der Heilungsphase
- Manuelle Therapie und Koordinationstraining zur Rückgewinnung der Gelenkfunktion
Heilungsdauer
Die Heilung eines Bone Bruise dauert in der Regel 6 Wochen bis 6 Monate, je nach Schweregrad und Lokalisation. Bei fortgesetzter Belastung kann sich die Heilung erheblich verlängern oder es können Komplikationen wie eine Osteonekrose auftreten.
Quellen
- Mandalia V. et al. - Bone bruising of the knee. Injury, 36(12):1456-1462, 2005. PubMed PMID: 16214475
- Zanetti M., Bruder E., Romero J., Hodler J. - Bone marrow edema pattern in osteoarthritic knees: correlation between MR imaging and histologic findings. Radiology, 215(3):835-840, 2000.
- Deutsch AL, Mink JH, Waxman AD. - Occult fractures of the proximal femur: MR imaging. Radiology, 170(1):113-116, 1989.
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