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Brigatinib ist ein zielgerichtetes Krebsmedikament zur Behandlung des ALK-positiven nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms. Es hemmt spezifische Signalwege, die das Tumorwachstum fördern.
Brigatinib ist ein zielgerichtetes Krebsmedikament zur Behandlung des ALK-positiven nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms. Es hemmt spezifische Signalwege, die das Tumorwachstum fördern.
Brigatinib ist ein Tyrosinkinase-Inhibitor der zweiten Generation, der zur Behandlung des ALK-positiven nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) eingesetzt wird. Das Medikament gehört zur Klasse der zielgerichteten Therapien und wird unter dem Handelsnamen Alunbrig vermarktet. Es wurde von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und der US-amerikanischen Behörde FDA zugelassen.
Brigatinib wird eingesetzt bei Erwachsenen mit einem fortgeschrittenen, ALK-positiven nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom. Es ist sowohl für Patienten geeignet, die zuvor mit dem ALK-Inhibitor Crizotinib behandelt wurden und einen Fortschritt der Erkrankung zeigten, als auch für nicht vorbehandelte Patienten als Erstlinientherapie.
Brigatinib wirkt durch die gezielte Hemmung der anaplastischen Lymphomkinase (ALK), einem Enzym, das bei bestimmten Formen von Lungenkrebs durch eine genetische Veränderung (EML4-ALK-Fusion) dauerhaft aktiviert ist. Diese überaktive Kinase fördert unkontrolliertes Zellwachstum und Tumorausbreitung. Brigatinib blockiert dieses Signal und hemmt dadurch das Wachstum der Krebszellen.
Zusätzlich hemmt Brigatinib weitere Kinasen, darunter:
Besonders hervorzuheben ist die Fähigkeit von Brigatinib, auch gegen ALK-Mutationen wirksam zu sein, die Resistenzen gegenüber dem Erstgenerations-Inhibitor Crizotinib verursachen.
Brigatinib wird als Tablette oral eingenommen. Die empfohlene Dosierung folgt einem zweistufigen Schema:
Die Tabletten können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Bei Auftreten von Nebenwirkungen kann eine Dosisreduktion oder -pause erforderlich sein.
Wie alle Krebsmedikamente kann Brigatinib Nebenwirkungen verursachen. Häufig berichtete Nebenwirkungen umfassen:
Die früh einsetzende Lungenproblematik (interstitielle Lungenerkrankung / Pneumonitis) tritt bei einem kleinen Teil der Patienten auf, besonders in der ersten Behandlungswoche, und muss engmaschig überwacht werden.
Brigatinib wird hauptsächlich über das Enzym CYP3A4 in der Leber abgebaut. Daher können Substanzen, die dieses Enzym hemmen oder aktivieren, den Brigatinib-Spiegel im Blut beeinflussen:
Die Wirksamkeit und Sicherheit von Brigatinib wurden in der ALTA-1L-Studie (Phase-3-Studie) umfassend belegt. In dieser Studie zeigte Brigatinib im Vergleich zu Crizotinib eine deutlich höhere progressionsfreie Überlebensrate bei nicht vorbehandelten ALK-positiven NSCLC-Patienten. Auch die intrakranielle Wirksamkeit – also die Kontrolle von Hirnmetastasen – war mit Brigatinib signifikant besser.
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