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Bronchiale Hyperreagibilität bezeichnet eine übermäßige Empfindlichkeit der Atemwege, bei der bereits geringe Reize eine Verengung der Bronchien auslösen. Sie ist ein zentrales Merkmal von Asthma bronchiale.
Bronchiale Hyperreagibilität bezeichnet eine übermäßige Empfindlichkeit der Atemwege, bei der bereits geringe Reize eine Verengung der Bronchien auslösen. Sie ist ein zentrales Merkmal von Asthma bronchiale.
Bronchiale Hyperreagibilität (auch: bronchiale Hyperreaktivität) beschreibt einen Zustand, bei dem die Bronchien – die Luftwege der Lunge – übermäßig empfindlich auf verschiedene Reize reagieren. Reize, die bei gesunden Menschen keine oder nur minimale Reaktionen auslösen, führen bei betroffenen Personen zu einer krankhaften Verengung der Atemwege (Bronchokonstriktion). Dieser Zustand ist das charakteristische Merkmal von Asthma bronchiale, kann aber auch bei anderen Erkrankungen wie der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) oder nach Atemwegsinfektionen auftreten.
Die bronchiale Hyperreagibilität entsteht durch eine Kombination aus entzündlichen Veränderungen der Atemwegsschleimhaut und einer veränderten Reaktionsbereitschaft der glatten Bronchialmuskulatur. Folgende Faktoren können eine Rolle spielen:
Die bronchiale Hyperreagibilität äußert sich in typischen Beschwerden, die episodisch auftreten können:
Die Intensität der Symptome kann stark variieren – von kaum wahrnehmbaren Beschwerden bis hin zu schweren Atemnot-Anfällen.
Die Diagnose der bronchialen Hyperreagibilität erfolgt durch eine Kombination aus Anamnese, körperlicher Untersuchung und speziellen Lungenfunktionstests:
Mit der Spirometrie wird die Lungenfunktion gemessen. Ein anschließender Bronchospasmolysetest prüft, ob sich die Atemwegsobstruktion nach Gabe eines bronchienerweiternden Medikaments (Bronchodilatator) bessert – ein typisches Zeichen für Asthma.
Beim Bronchoprovokationstest werden die Atemwege gezielt durch inhalative Substanzen wie Methacholin oder Mannitol gereizt. Reagieren die Bronchien bereits auf geringe Konzentrationen mit einer Verengung, bestätigt dies die Hyperreagibilität. Dieser Test gilt als Goldstandard in der Diagnostik.
Ergänzend können Allergietests (Prick-Test, spezifisches IgE im Blut), die Messung von ausgeatmetem Stickstoffmonoxid (FeNO) als Entzündungsmarker sowie eine Blutuntersuchung auf Eosinophile eingesetzt werden.
Die Therapie der bronchialen Hyperreagibilität zielt darauf ab, die zugrunde liegende Entzündung zu kontrollieren und akute Beschwerden zu lindern.
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