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Bronchiolitis ist eine häufige Atemwegserkrankung, die vor allem Säuglinge betrifft und die kleinen Atemwege (Bronchiolen) entzündet. Erfahren Sie mehr über Ursachen, Symptome und Behandlung.
Bronchiolitis ist eine häufige Atemwegserkrankung, die vor allem Säuglinge betrifft und die kleinen Atemwege (Bronchiolen) entzündet. Erfahren Sie mehr über Ursachen, Symptome und Behandlung.
Die Bronchiolitis ist eine akute Entzündung der kleinen Atemwege, der sogenannten Bronchiolen. Diese feinen Luftröhrchen führen die Luft tief in die Lunge. Bei einer Bronchiolitis schwellen die Schleimhäute an, es bildet sich vermehrter Schleim, und die Atemwege können teilweise verstopfen. Die Erkrankung betrifft hauptsächlich Säuglinge und Kleinkinder unter zwei Jahren, kann aber in selteneren Fällen auch ältere Kinder und Erwachsene treffen.
In den meisten Fällen wird die Bronchiolitis durch Viren ausgelöst. Der häufigste Erreger ist das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV). Weitere mögliche Auslöser sind:
Die Übertragung erfolgt meist durch Tröpfcheninfektion (Niesen, Husten) oder durch direkten Kontakt mit infizierten Personen. Die Erkrankung tritt besonders häufig in den Herbst- und Wintermonaten auf.
Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko für einen schweren Verlauf der Bronchiolitis:
Die Bronchiolitis beginnt typischerweise mit Symptomen ähnlich einem gewöhnlichen Schnupfen:
Im Verlauf von einigen Tagen können sich die Beschwerden verschlechtern und weitere Symptome hinzukommen:
Bei Anzeichen von Atemnot, Zyanose oder wenn das Kind weniger als die Hälfte der normalen Trinkmenge zu sich nimmt, sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Die Diagnose der Bronchiolitis wird in erster Linie klinisch gestellt, das heißt durch eine gründliche körperliche Untersuchung und die Beurteilung der Krankengeschichte. Der Arzt oder die Ärztin hört dabei die Lunge ab und beobachtet die Atemfrequenz sowie das Atemmuster des Kindes. Zusätzliche Untersuchungen können sein:
Die Behandlung der Bronchiolitis ist in den meisten Fällen unterstützend und symptomatisch, da keine spezifische antivirale Therapie verfügbar ist. Die wichtigsten Maßnahmen umfassen:
Bei erniedrigten Sauerstoffsättigungswerten (unter 90–92%) wird Sauerstoff über eine Nasenbrille oder Maske zugeführt.
Schwere Fälle erfordern einen Krankenhausaufenthalt, in seltenen Fällen auch eine maschinelle Belüftung (künstliche Beatmung). Antibiotika werden nur bei nachgewiesener bakterieller Superinfektion eingesetzt.
Seit 2023 stehen in Deutschland neue Möglichkeiten zur Verfügung, um Säuglinge vor schweren RSV-Verläufen zu schützen:
Die Mehrzahl der Kinder mit Bronchiolitis erholt sich innerhalb von ein bis drei Wochen vollständig. Bei Risikokindern oder bei schweren Verläufen können jedoch Komplikationen auftreten. Einige Studien zeigen, dass eine durchgemachte Bronchiolitis das Risiko für späteres Asthma bronchiale erhöhen kann, wobei der genaue Zusammenhang noch erforscht wird.
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