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Die Bürstenbiopsie ist ein schonendes diagnostisches Verfahren zur Gewebeentnahme aus Schleimhäuten, z. B. im Mund oder Magen-Darm-Trakt.
Die Bürstenbiopsie ist ein schonendes diagnostisches Verfahren zur Gewebeentnahme aus Schleimhäuten, z. B. im Mund oder Magen-Darm-Trakt.
Die Bürstenbiopsie (auch Brush-Biopsie genannt) ist ein minimalinvasives diagnostisches Verfahren, bei dem Zellen von einer Schleimhautoberfläche mithilfe einer kleinen, rotierenden Bürste entnommen werden. Das Verfahren wird häufig in der Zahnmedizin, der Gastroenterologie und der Gynäkologie eingesetzt, um Gewebeveränderungen frühzeitig zu erkennen, ohne dass ein chirurgischer Eingriff notwendig ist.
Im Vergleich zur klassischen Stanzbiopsie, bei der ein kleines Gewebestück herausgeschnitten wird, ist die Bürstenbiopsie deutlich weniger invasiv und in der Regel schmerzfrei. Die entnommenen Zellen werden anschließend im Labor zytologisch untersucht, d. h. unter dem Mikroskop auf Zellveränderungen analysiert.
Bei der Bürstenbiopsie wird eine sterile, zylindrische Bürste auf die verdächtige Stelle der Schleimhaut aufgesetzt und mehrfach rotierend gedrückt, sodass Zellen aus allen Schichten der Schleimhaut (transepitheliale Probeentnahme) erfasst werden. Dabei werden nicht nur oberflächliche Zellen, sondern auch tiefere Epithelschichten abgestreift. Das Zellmaterial wird dann auf einem Objektträger fixiert und an ein zytologisches Labor weitergeleitet.
Moderne Bürstenbiopsie-Systeme, wie das OralCDx-System in der Zahnmedizin, nutzen eine computergestützte Bildanalyse (Computer Assisted Analysis, CAA), um die entnommenen Zellen automatisch auf Anomalien zu prüfen. Diese Methode erhöht die Sensitivität und Spezifität der Diagnose erheblich.
Eine Bürstenbiopsie wird empfohlen, wenn der Arzt oder Zahnarzt eine auffällige Veränderung der Schleimhaut beobachtet, die weiter abgeklärt werden muss. Typische Anlässe sind:
Der Eingriff ist in der Regel kurz und unkompliziert. Im Bereich der Mundhöhle wird die Bürste ohne Lokalanästhesie auf die auffällige Stelle gedrückt und rotiert, bis ein kleiner Blutpunkt sichtbar wird – ein Zeichen dafür, dass ausreichend tiefe Zellschichten erfasst wurden. Leichte Reizungen oder minimale Blutungen können auftreten, heilen jedoch schnell ab.
Das Labor wertet die Zellen aus und klassifiziert den Befund typischerweise in folgende Kategorien:
Ein positives Ergebnis bedeutet nicht zwingend Krebs, sondern weist auf die Notwendigkeit einer weiterführenden Diagnostik hin.
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