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Die Bürstensaummembran ist eine spezialisierte Zellmembran im Dünndarm und in den Nierentubuli, die durch feine Ausstülpungen (Mikrovilli) die Resorptionsfläche enorm vergrößert.
Die Bürstensaummembran ist eine spezialisierte Zellmembran im Dünndarm und in den Nierentubuli, die durch feine Ausstülpungen (Mikrovilli) die Resorptionsfläche enorm vergrößert.
Die Bürstensaummembran (auch: Mikrovilli-Membran) bezeichnet die apikale Zellmembran von Epithelzellen, die dicht mit winzigen fingerförmigen Ausstülpungen, den sogenannten Mikrovilli, besetzt ist. Unter dem Mikroskop erinnert dieses Muster an einen Pinsel oder Bürste – daher der Name. Sie kommt vor allem im Dünndarm (Jejunum und Ileum) sowie in den proximalen Nierentubuli vor, ist aber auch in anderen Organen wie der Gallenblase nachweisbar.
Jede einzelne Mikrovilli-Ausstülpung ist etwa 1–3 Mikrometer lang und enthält ein Gerüst aus Aktinfilamenten. Die Gesamtheit der Mikrovilli einer Dünndarmzelle (Enterozyten) vergrößert die apikale Zelloberfläche um das 20- bis 40-fache. In Kombination mit den Darmfalten (Kerckring-Falten) und den Zotten (Villi) ergibt sich eine Gesamtresorptionsfläche von bis zu 200 Quadratmetern beim erwachsenen Menschen.
An der Bürstensaummembran befinden sich zahlreiche Transportproteine und Kanalproteine, die den gezielten Transport von Nährstoffen, Ionen und Wasser in die Zelle ermöglichen. Dazu gehören unter anderem Glukose-Transporter (SGLT1), Aminosäure-Transporter sowie Transporter für Fettsäuren und Vitamine.
In die Bürstensaummembran sind wichtige Verdauungsenzyme eingebettet, darunter:
Die Bürstensaummembran bildet zusammen mit der Glykokalix – einer schützenden Zuckerschicht auf der Zelloberfläche – eine selektive Barriere, die Krankheitserreger und schädliche Substanzen vom Eindringen in die Darmwand abhält.
Schädigungen der Bürstensaummembran können weitreichende gesundheitliche Folgen haben. Erkrankungen und Zustände, bei denen die Bürstensaummembran betroffen ist, umfassen:
Die Bürstensaummembran ist auch pharmakologisch relevant: Viele oral eingenommene Medikamente werden über Transportproteine der Bürstensaummembran aufgenommen. Wechselwirkungen mit diesen Transportern können die Bioverfügbarkeit von Arzneimitteln erheblich beeinflussen. Ein bekanntes Beispiel sind SGLT2-Inhibitoren, die in der Niere an vergleichbaren Transportmechanismen ansetzen und zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt werden.
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