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Das Bundibugyo-Ebolavirus (BDBV) ist eine seltene, hochgefährliche Virusart der Gattung Ebolavirus, die schweres hämorrhagisches Fieber beim Menschen verursacht.
Das Bundibugyo-Ebolavirus (BDBV) ist eine seltene, hochgefährliche Virusart der Gattung Ebolavirus, die schweres hämorrhagisches Fieber beim Menschen verursacht.
Das Bundibugyo-Ebolavirus (Abkürzung: BDBV) ist eine von mehreren Spezies innerhalb der Gattung Ebolavirus, die zur Familie der Filoviridae gehört. Es wurde erstmals im Jahr 2007 im Distrikt Bundibugyo im Westen Ugandas identifiziert und stellt eine eigenständige, genetisch unterscheidbare Virusart dar. Das Virus verursacht das Ebolavirus-Krankheit (EVD, früher als hämorrhagisches Ebolavirus-Fieber bezeichnet), eine lebensbedrohliche Erkrankung mit hoher Sterblichkeitsrate.
Im Herbst 2007 brach in der Region Bundibugyo in Uganda eine Ausbruchsepisode auf, bei der eine unbekannte Erkrankung mit schweren hämorrhagischen Symptomen auftrat. Genomsequenzierungen ergaben, dass es sich um eine bis dahin unbekannte Ebolavirus-Spezies handelte. Das Bundibugyo-Ebolavirus wurde daraufhin als fünfte Spezies der Gattung Ebolavirus klassifiziert. Es teilt genetische Ähnlichkeiten mit dem Tai-Forest-Ebolavirus, unterscheidet sich jedoch klar von anderen bekannten Spezies wie dem Zaire-Ebolavirus oder dem Sudan-Ebolavirus.
Wie andere Ebolaviren wird auch das Bundibugyo-Ebolavirus hauptsächlich durch direkten Kontakt mit infektiösen Körperflüssigkeiten übertragen. Zu den wichtigsten Übertragungswegen gehören:
Das genaue Reservoir des Bundibugyo-Ebolaviruses ist nicht abschließend geklärt, jedoch gelten Flughunde (Pteropodidae) wie bei anderen Ebolavirus-Spezies als wahrscheinliche natürliche Wirte.
Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 2 bis 21 Tage. Typische Symptome der durch das Bundibugyo-Ebolavirus ausgelösten Erkrankung umfassen:
Im Vergleich zum Zaire-Ebolavirus gilt das Bundibugyo-Ebolavirus als etwas weniger letal, wenngleich die Sterblichkeitsrate mit rund 25–36 % beim Ausbruch 2007 weiterhin sehr hoch ist.
Die Diagnose erfolgt im Labor durch spezifische Nachweismethoden, da die klinischen Symptome anfangs unspezifisch sind und sich mit anderen tropischen Infektionskrankheiten überschneiden können:
Diagnostische Proben müssen unter strengen Sicherheitsbedingungen transportiert und verarbeitet werden.
Eine spezifisch zugelassene Therapie gegen das Bundibugyo-Ebolavirus existiert derzeit nicht. Die Behandlung ist primär unterstützend und symptomatisch:
Therapeutika und monoklonale Antikörper, die gegen das Zaire-Ebolavirus entwickelt wurden (z. B. Atoltivimab/Maftivimab/Odesivimab), zeigen möglicherweise keine vollständige Kreuzwirksamkeit gegen BDBV, weshalb die Forschung an breit wirksamen Behandlungsansätzen fortgesetzt wird. Ebenso sind zugelassene Impfstoffe (wie rVSV-ZEBOV) primär auf das Zaire-Ebolavirus ausgerichtet und bieten möglicherweise keinen ausreichenden Schutz vor BDBV.
Das Bundibugyo-Ebolavirus war bislang für zwei dokumentierte Ausbrüche verantwortlich:
Im Vergleich zu Ausbrüchen durch das Zaire-Ebolavirus sind BDBV-Ausbrüche bisher kleiner geblieben, stellen aber aufgrund der hohen Letalität und der fehlenden spezifischen Therapie eine ernste öffentliche Gesundheitsbedrohung dar.
Da kein spezifisch wirksamer Impfstoff für BDBV verfügbar ist, basiert die Prävention auf:
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