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Bypasschirurgie – Eingriff, Ablauf und Nachsorge

Die Bypasschirurgie ist ein herzchirurgischer Eingriff, bei dem verengte oder verstopfte Herzkranzgefäße umgangen werden, um die Blutversorgung des Herzens wiederherzustellen.

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Wissenswertes über "Bypasschirurgie"

Die Bypasschirurgie ist ein herzchirurgischer Eingriff, bei dem verengte oder verstopfte Herzkranzgefäße umgangen werden, um die Blutversorgung des Herzens wiederherzustellen.

Was ist Bypasschirurgie?

Die Bypasschirurgie, auch als koronare Bypassoperation (CABG – Coronary Artery Bypass Grafting) bekannt, ist ein herzchirurgischer Eingriff zur Behandlung schwerer koronarer Herzkrankheit. Bei diesem Verfahren werden verengte oder vollständig verschlossene Herzkranzgefäße (Koronararterien) durch neue Umgehungsgefäße – sogenannte Bypässe – überbrückt, sodass das Herzmuskelgewebe wieder ausreichend mit sauerstoffreichem Blut versorgt wird.

Ursachen und Indikationen

Die häufigste Ursache für eine notwendige Bypassoperation ist die koronare Herzkrankheit (KHK), bei der sich durch Arteriosklerose Ablagerungen (Plaques) in den Wänden der Herzkranzgefäße bilden und diese verengen oder verschließen. Typische Indikationen für die Bypasschirurgie sind:

  • Schwere Mehrgefäßerkrankung der Koronararterien
  • Hauptstammstenose der linken Koronararterie
  • Unzureichende Wirksamkeit einer medikamentösen Therapie
  • Keine geeigneten Voraussetzungen für eine Koronarintervention (PCI/Stentimplantation)
  • Akuter Herzinfarkt mit bestimmten anatomischen Befunden

Vorbereitung und Diagnose

Vor der Operation werden verschiedene diagnostische Maßnahmen durchgeführt, um die genaue Lage und den Schweregrad der Gefäßverengungen zu bestimmen. Dazu gehören:

  • Koronarangiographie (Herzkatheteruntersuchung): Darstellung der Herzkranzgefäße mittels Kontrastmittel
  • Echokardiographie: Ultraschalluntersuchung des Herzens zur Beurteilung der Herzfunktion
  • EKG und Belastungs-EKG: Beurteilung der elektrischen Herzaktivität
  • Blutuntersuchungen: Erfassung von Risikofaktoren und allgemeinem Gesundheitszustand

Operationsverfahren

Die Bypasschirurgie wird in der Regel in Vollnarkose durchgeführt. Der Chirurg entnimmt zunächst ein geeignetes Blutgefäß aus einer anderen Körperregion, das als Bypass-Transplantat (Graft) dient. Häufig verwendete Gefäße sind:

  • Arteria thoracica interna (Mammaria): Innere Brustwandarterie – bevorzugtes Transplantat wegen langer Haltbarkeit
  • Vena saphena magna: Oberschenkelvene – häufig bei Mehrgefäßerkrankung verwendet
  • Arteria radialis: Speichenarterie aus dem Unterarm

Das entnommene Gefäß wird dann so eingenäht, dass es die verengte Stelle im Herzkranzgefäß umgeht und Blut an der Engstelle vorbeileitet. Je nach Anzahl der betroffenen Gefäße spricht man von einem Ein-, Zwei-, Drei- oder Vierfach-Bypass.

Operation mit Herzlungenmaschine

In der klassischen Technik wird das Herz für die Dauer des Eingriffs mit einer Herzlungenmaschine (kardiopulmonaler Bypass) stillgelegt. Die Maschine übernimmt während der Operation die Pumpfunktion des Herzens und die Sauerstoffversorgung des Blutes.

Minimal-invasive und schlagend-herzchirurgische Verfahren

Bei der sogenannten Off-Pump-Bypasschirurgie (OPCAB) wird die Operation am schlagenden Herzen ohne Herzlungenmaschine durchgeführt. Dieses Verfahren kann bei bestimmten Patientengruppen Vorteile bieten, zum Beispiel bei erhöhtem Risiko für Komplikationen durch die Herzlungenmaschine.

Risiken und mögliche Komplikationen

Wie bei jedem größeren chirurgischen Eingriff bestehen auch bei der Bypassoperation Risiken. Mögliche Komplikationen umfassen:

  • Wundinfektionen oder Blutungen
  • Herzrhythmusstörungen, insbesondere Vorhofflimmern
  • Schlaganfall (Apoplex)
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Herzinfarkt während oder nach der Operation
  • Thrombosen oder Lungenembolie
  • Gedächtnis- oder Konzentrationsstörungen (sogenanntes postoperatives kognitives Defizit)

Das individuelle Risiko hängt stark vom Alter des Patienten, bestehenden Begleiterkrankungen und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab.

Nachsorge und Rehabilitation

Nach der Bypassoperation verbringen Patienten zunächst einige Tage auf der Intensivstation, bevor sie auf eine normale Station verlegt werden. Die kardiologische Rehabilitation spielt eine entscheidende Rolle für die Genesung. Sie umfasst:

  • Überwachtes körperliches Training zur schrittweisen Wiederherstellung der Belastbarkeit
  • Ernährungsberatung und Schulung zur Reduktion von Risikofaktoren
  • Psychologische Unterstützung
  • Medikamentöse Therapie (z. B. Blutverdünner, Cholesterinsenker, Blutdruckmittel)

Die vollständige Erholung dauert in der Regel sechs bis zwölf Wochen. Langfristig verbessert die Bypassoperation bei den meisten Patienten die Beschwerden und die Lebensqualität erheblich.

Langzeitprognose

Die Bypasschirurgie bietet bei geeigneten Patienten eine gute Langzeitprognose. Bypässe aus der Arteria thoracica interna weisen eine Offenheitsrate von über 90 % nach zehn Jahren auf. Venöse Bypässe haben eine etwas kürzere Haltbarkeit. Um das Langzeitergebnis zu sichern, sind eine konsequente medikamentöse Therapie, regelmäßige kardiologische Kontrollen und ein herzgesunder Lebensstil unerlässlich.

Quellen

  1. Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG): Leitlinien zur koronaren Bypasschirurgie. www.dgthg.de
  2. Neumann F-J. et al. – 2018 ESC/EACTS Guidelines on myocardial revascularization. European Heart Journal, 2019; 40(2): 87–165.
  3. Sellke F.W., del Nido P.J., Swanson S.J. – Sabiston and Spencer's Surgery of the Chest, 9th Edition. Elsevier, 2016.

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