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Calcitriol ist die biologisch aktive Form von Vitamin D und reguliert den Calcium- und Phosphatstoffwechsel im Körper. Es wird in der Niere gebildet und ist entscheidend für Knochengesundheit und Immunfunktion.
Calcitriol ist die biologisch aktive Form von Vitamin D und reguliert den Calcium- und Phosphatstoffwechsel im Körper. Es wird in der Niere gebildet und ist entscheidend für Knochengesundheit und Immunfunktion.
Calcitriol (chemische Bezeichnung: 1,25-Dihydroxycholecalciferol) ist die hormonell aktive Form von Vitamin D3. Es entsteht durch eine zweistufige Umwandlung: Zunächst wird Vitamin D3 in der Leber zu Calcidiol (25-Hydroxyvitamin D) und anschließend in der Niere zur biologisch wirksamen Form Calcitriol umgewandelt. Als Steroidhormon bindet Calcitriol an spezifische Rezeptoren in zahlreichen Körperzellen und beeinflusst dort die Genexpression.
Calcitriol entfaltet seine Wirkung über den Vitamin-D-Rezeptor (VDR), der in nahezu allen Körperzellen vorhanden ist. Nach der Bindung an den VDR reguliert der Komplex die Aktivität zahlreicher Gene, die für den Mineralstoffwechsel, die Zellteilung und die Immunantwort zuständig sind.
Calcitriol wird sowohl als körpereigenes Hormon gebildet als auch als Medikament (z. B. unter dem Handelsnamen Rocaltrol) eingesetzt. Die wichtigsten medizinischen Indikationen umfassen:
Calcitriol ist als Kapsel, Lösung oder Injektionspräparat erhältlich. Die Dosierung wird individuell vom Arzt festgelegt und richtet sich nach der Grunderkrankung, dem Calciumspiegel im Blut und der Nierenfunktion. Typische orale Tagesdosen liegen zwischen 0,25 und 2 Mikrogramm. Regelmäßige Kontrollen des Calcium- und Phosphatspiegels im Blut sind bei der Therapie mit Calcitriol unbedingt erforderlich.
Eine Überdosierung von Calcitriol kann zu einer Hyperkalzämie (erhöhter Calciumspiegel im Blut) führen, die sich durch folgende Symptome äußern kann:
Da Calcitriol im Gegensatz zu anderen Vitamin-D-Formen nicht in der Leber gespeichert wird und eine kurze Halbwertszeit hat, ist das Risiko einer chronischen Überdosierung geringer, jedoch muss die Therapie engmaschig überwacht werden.
Calcitriol kann mit verschiedenen Medikamenten interagieren:
Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass Calcitriol eine bedeutende Rolle bei der Modulation des Immunsystems spielt. Es beeinflusst die Reifung und Funktion von Immunzellen wie T-Lymphozyten, B-Zellen und Makrophagen. Darüber hinaus wird ein Zusammenhang zwischen niedrigen Calcitriol-Spiegeln und einem erhöhten Risiko für Autoimmunerkrankungen sowie Infektionskrankheiten diskutiert.
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