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Calciumacetat ist ein calciumhaltiges Salz, das als Phosphatbinder in der Therapie von Nierenerkrankungen eingesetzt wird und den Phosphatspiegel im Blut senkt.
Calciumacetat ist ein calciumhaltiges Salz, das als Phosphatbinder in der Therapie von Nierenerkrankungen eingesetzt wird und den Phosphatspiegel im Blut senkt.
Calciumacetat ist ein anorganisches Calciumsalz der Essigsäure. Es wird in der Medizin hauptsächlich als Phosphatbinder bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz eingesetzt. Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann der Körper überschüssiges Phosphat nicht mehr ausreichend ausscheiden, was zu einem erhöhten Phosphatspiegel im Blut führt – einem Zustand, der als Hyperphosphatämie bezeichnet wird. Calciumacetat bindet Phosphat im Magen-Darm-Trakt und verhindert so dessen Aufnahme in den Blutkreislauf.
Nach oraler Einnahme reagiert Calciumacetat im Magen-Darm-Trakt mit nahrungsbedingtem Phosphat. Dabei bildet es unlösliche Calciumphosphatkomplexe, die nicht über die Darmwand in das Blut aufgenommen werden können. Stattdessen werden sie über den Stuhl ausgeschieden. Auf diese Weise wird die Menge an absorbiertem Phosphat deutlich reduziert und der Serum-Phosphatspiegel gesenkt. Im Vergleich zu anderen calciumhaltigen Phosphatbindern wie Calciumcarbonat bindet Calciumacetat Phosphat effizienter, sodass weniger Calcium aufgenommen wird und das Risiko einer Hypercalcämie (erhöhter Calciumspiegel im Blut) geringer ist.
Calciumacetat wird primär in folgenden Situationen eingesetzt:
Calciumacetat wird als Tablette oder Kapsel oral eingenommen und sollte stets zu den Mahlzeiten eingenommen werden, da der Phosphatbinder nur dann wirksam ist, wenn er mit nahrungsbedingtem Phosphat in Kontakt kommt. Die genaue Dosierung wird individuell vom behandelnden Arzt festgelegt und richtet sich nach dem Serum-Phosphatspiegel sowie den aktuellen Laborwerten. Eine typische Dosis beträgt 2–4 Tabletten pro Mahlzeit, kann jedoch je nach Bedarf angepasst werden.
Wie alle Arzneimittel kann Calciumacetat Nebenwirkungen verursachen. Häufige und mögliche Nebenwirkungen umfassen:
Calciumacetat darf nicht angewendet werden bei:
Während der Behandlung mit Calciumacetat sind regelmäßige Laborkontrollen des Serum-Calciums und Serum-Phosphats notwendig, um eine optimale Therapie zu gewährleisten und Komplikationen zu vermeiden. Patienten sollten zusätzlich eine phosphatarme Diät einhalten und die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten mit dem Arzt abstimmen, da Vitamin D die Calciumabsorption erhöht.
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