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Calciumfluorid (CaF2) ist eine natürlich vorkommende Mineralverbindung aus Calcium und Fluor. Es spielt eine wichtige Rolle in der Zahnmedizin und der industriellen Chemie.
Calciumfluorid (CaF2) ist eine natürlich vorkommende Mineralverbindung aus Calcium und Fluor. Es spielt eine wichtige Rolle in der Zahnmedizin und der industriellen Chemie.
Calciumfluorid (chemische Formel: CaF2) ist eine anorganische Verbindung, die aus den Elementen Calcium und Fluor besteht. Es kommt in der Natur als das Mineral Fluorit (auch Flußspat genannt) vor und gehört zu den häufigsten Fluorid-Mineralen der Erde. Calciumfluorid ist ein weißer, kristalliner Feststoff, der in Wasser kaum löslich ist.
Calciumfluorid kommt weltweit als natürliches Mineral vor. Die größten Vorkommen befinden sich in China, Mexiko, Südafrika und Russland. Es wird im Tagebau abgebaut und anschließend für industrielle und medizinische Zwecke weiterverarbeitet. In geringen Mengen ist Fluorid auch im Trinkwasser sowie in bestimmten Lebensmitteln wie Tee oder Seefisch enthalten.
Fluor in Form von Fluoridverbindungen wie Calciumfluorid ist für die Härtung des Zahnschmelzes und die Stabilisierung des Knochengewebes von Bedeutung. Im Körper kann Fluorid in den Zahnschmelz eingebaut werden und bildet dort Fluorapatit, eine besonders säurefeste Form des Zahnminerals. Dies erhöht den Widerstand der Zähne gegen Karies.
Calciumfluorid wird in der Zahnmedizin zur Kariesprophylaxe eingesetzt. Es wird als Lack oder Gel auf die Zahnflächen aufgetragen, um den Schmelz zu remineralisieren und Säureangriffen durch Bakterien entgegenzuwirken. Auch in Zahnpasten ist Natriumfluorid oder Aminfluorid als aktiver Wirkstoff enthalten, wobei Calciumfluorid als Depot-Fluoridquelle an der Zahnoberfläche wirkt.
In der Homöopathie wird Calciumfluorid unter dem Namen Calcium fluoratum als eines der zwölf Schüßler-Salze (Nr. 1) eingesetzt. Es soll angeblich die Elastizität von Geweben, Bändern und Knochen unterstützen sowie bei Venenerkrankungen, Zahnschmelzproblemen und Bindegewebsschwäche helfen. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass für die homöopathische Anwendung keine wissenschaftlich anerkannten Belege vorliegen.
Calciumfluorid hat eine große Bedeutung in der chemischen Industrie:
Calciumfluorid selbst ist aufgrund seiner sehr geringen Wasserlöslichkeit vergleichsweise wenig toxisch. Im Gegensatz dazu sind leicht lösliche Fluoridverbindungen wie Natriumfluorid in höheren Dosen gesundheitsschädlich. Eine chronische Überversorgung mit Fluorid kann zu Fluorose führen, einer Veränderung von Zahnschmelz (Zahnfluorose) oder Knochen (Skelettfluorose). Die empfohlene Tagesdosis für Fluor beträgt laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Erwachsene etwa 3,5 mg pro Tag.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Fluoridaufnahme von 3,1 mg (Frauen) bis 3,8 mg (Männer). Fluorid wird hauptsächlich über Trinkwasser, fluoridiertes Speisesalz und Zahnpasta aufgenommen. Eine gezielte Supplementierung sollte nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder Zahnarzt erfolgen.
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