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Calycosin ist ein pflanzliches Isoflavonoid aus der Wurzel von Astragalus membranaceus mit antioxidativen, entzündungshemmenden und phytooöstrogenen Eigenschaften.
Calycosin ist ein pflanzliches Isoflavonoid aus der Wurzel von Astragalus membranaceus mit antioxidativen, entzündungshemmenden und phytooöstrogenen Eigenschaften.
Calycosin ist ein natürlich vorkommender Pflanzenstoff aus der Gruppe der Isoflavonoide. Es wird hauptsächlich aus der Wurzel von Astragalus membranaceus (Tragant), einer in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) weitverbreiteten Heilpflanze, gewonnen. Chemisch gehört Calycosin zur Unterklasse der Pterocarpan-Vorläufer und ähnelt strukturell den menschlichen Östrogenen, weshalb es als Phytoöstrogen eingestuft wird.
Calycosin kommt primär in folgenden Pflanzen vor:
In der TCM wird die Astragalus-Wurzel traditionell zur Stärkung des Immunsystems, zur Bekämpfung von Erschöpfung und zur Unterstützung des Herzens eingesetzt. Calycosin gilt als einer der Hauptwirkstoffe dieser Wurzel.
Calycosin entfaltet seine biologischen Wirkungen über mehrere Mechanismen:
Calycosin wird intensiv in der Krebsforschung untersucht. Präklinische Studien (Zellkultur und Tiermodelle) zeigen Hinweise auf antitumorale Effekte bei verschiedenen Krebsarten, darunter Brust-, Lungen-, Dickdarm- und Leberkrebs. Die Substanz scheint das Wachstum von Krebszellen zu hemmen und deren Anfälligkeit gegenüber Chemotherapeutika zu erhöhen. Klinische Studien am Menschen fehlen jedoch weitgehend, weshalb Calycosin derzeit nicht als Krebstherapie empfohlen wird.
Studien legen nahe, dass Calycosin gefäßerweiternd wirkt, den Blutdruck senken kann und Schutzeffekte auf das Herzgewebe ausübt. Es wird diskutiert, ob diese Wirkungen über Östrogenrezeptoren oder direkte vasodilatorische Mechanismen vermittelt werden.
Aufgrund seiner phytoöstrogenen Eigenschaften wird Calycosin als potenzielle Unterstützung bei Osteoporose erforscht. Tierexperimentelle Daten zeigen, dass es den Knochenabbau hemmen und die Knochendichte verbessern kann.
Erste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Calycosin Nervenzellen vor Schäden schützen und bei neurologischen Erkrankungen wie Morbus Alzheimer oder ischämischem Schlaganfall vorteilhaft sein könnte. Diese Forschung befindet sich jedoch noch in frühen Phasen.
Als Phytoöstrogen wird Calycosin im Zusammenhang mit Wechseljahresbeschwerden diskutiert. Es könnte Hitzewallungen und andere menopausale Symptome lindern, ohne die potenziellen Risiken einer klassischen Hormonersatztherapie zu tragen. Belastbare klinische Belege stehen noch aus.
Calycosin ist als isolierter Reinstoff nicht als zugelassenes Arzneimittel erhältlich. Es wird hauptsächlich als Bestandteil von:
Eine standardisierte Dosierungsempfehlung für Calycosin als Einzelstoff existiert nicht. Die Dosierung richtet sich nach dem jeweiligen Gesamtextrakt. Interessierte sollten vor der Einnahme einen Arzt oder Apotheker konsultieren.
Da Calycosin phytoöstrogene Aktivität besitzt, sind folgende Punkte zu beachten:
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