Carcinoembryonales Antigen (CEA) – Tumormarker
Das Carcinoembryonale Antigen (CEA) ist ein Tumormarker im Blut, der zur Verlaufskontrolle bestimmter Krebserkrankungen eingesetzt wird.
Wissenswertes über "Carcinoembryonales Antigen"
Das Carcinoembryonale Antigen (CEA) ist ein Tumormarker im Blut, der zur Verlaufskontrolle bestimmter Krebserkrankungen eingesetzt wird.
Was ist das Carcinoembryonale Antigen?
Das Carcinoembryonale Antigen (CEA) ist ein Glykoprotein, also ein Eiweißmolekül mit Zuckeranteilen, das normalerweise während der embryonalen Entwicklung gebildet wird. Nach der Geburt ist es im Blut gesunder Erwachsener nur in sehr geringen Mengen vorhanden. Ein erhöhter CEA-Spiegel im Blut kann auf bestimmte Krebserkrankungen, aber auch auf gutartige Erkrankungen hinweisen.
Medizinische Bedeutung
CEA gehört zu den sogenannten Tumormarkern und wird vor allem in der Onkologie – der Krebsmedizin – eingesetzt. Es dient primär nicht zur Erstdiagnose von Krebs, sondern zur Verlaufskontrolle und zur Überwachung des Therapieerfolgs bei bereits diagnostizierten Tumorerkrankungen.
Anwendungsgebiete
Der CEA-Wert wird häufig bei folgenden Erkrankungen bestimmt:
- Darmkrebs (Kolorektales Karzinom): Dies ist die wichtigste Indikation. CEA wird vor der Operation gemessen, um einen Ausgangswert zu ermitteln, und nach der Therapie regelmäßig kontrolliert, um einen Rückfall frühzeitig zu erkennen.
- Magenkrebs
- Lungenkrebs
- Brustkrebs
- Bauchspeicheldrüsenkrebs
- Schilddrüsenkrebs (medulläres Karzinom)
Diagnose: Wie wird CEA gemessen?
Die Bestimmung des CEA-Wertes erfolgt aus einer einfachen Blutprobe (Serumprobe). Die Messung wird mit immunologischen Laborverfahren durchgeführt. Der Normwert liegt bei Nichtrauchern üblicherweise bei unter 3 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter) und bei Rauchern unter 5 ng/ml, wobei die genauen Referenzwerte je nach Labor leicht variieren können.
Ursachen für erhöhte CEA-Werte
Ein erhöhter CEA-Spiegel ist nicht zwingend ein Zeichen für Krebs. Folgende Faktoren können den Wert erhöhen:
- Bösartige Tumoren: Darmkrebs, Magenkrebs, Lungenkrebs und andere Karzinome
- Gutartige Erkrankungen: Leberentzündung (Hepatitis), Leberzirrhose, entzündliche Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), Pankreatitis
- Rauchen: Nikotinkonsum kann den CEA-Wert leicht erhöhen
- Gutartige Darmpolypen
Grenzen und Einschränkungen des CEA-Tests
CEA ist kein idealer Tumormarker zur Früherkennung, da er bei frühen Tumorstadien häufig im Normalbereich liegt und auch durch gutartige Erkrankungen erhöht sein kann. Aus diesem Grund wird CEA nicht als Screening-Test bei gesunden Personen empfohlen. Die größte klinische Relevanz hat CEA in der Nachsorge nach einer Krebsbehandlung, um ein Wiederauftreten der Erkrankung (Rezidiv) oder die Bildung von Tochtergeschwulsten (Metastasen) frühzeitig zu erkennen.
Quellen
- Duffy MJ. - Carcinoembryonic antigen as a marker for colorectal cancer: is it clinically useful? - Clinical Chemistry, 47(4):624-630, 2001.
- Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, AWMF) - S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom, Version 2.1, 2019.
- Sturgeon CM et al. - Use of tumour markers in clinical practice - EGTM recommendations - European Journal of Cancer, 2010.
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