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Der CCD-Winkel (Centrum-Collum-Diaphysen-Winkel) beschreibt den Winkel zwischen Oberschenkelhals und Oberschenkelschaft. Er ist ein wichtiger Messwert in der Orthopädie.
Der CCD-Winkel (Centrum-Collum-Diaphysen-Winkel) beschreibt den Winkel zwischen Oberschenkelhals und Oberschenkelschaft. Er ist ein wichtiger Messwert in der Orthopädie.
Der CCD-Winkel (auch Centrum-Collum-Diaphysen-Winkel genannt) ist ein anatomischer Messwinkel am proximalen Femur (oberes Ende des Oberschenkelknochens). Er beschreibt den Winkel, der zwischen der Achse des Schenkelhalses (Collum femoris) und der Längsachse des Oberschenkelschaftes (Diaphyse) gebildet wird. Dieser Winkel ist ein zentraler Referenzwert in der Orthopädie und Unfallchirurgie, da er die Geometrie des Hüftgelenks wesentlich beeinflusst.
Der CCD-Winkel verändert sich im Laufe des Lebens. Im Kindesalter ist er deutlich größer und nimmt mit zunehmendem Wachstum ab:
Abweichungen von diesem Normbereich werden als pathologisch (krankhaft) eingestuft und können zu Funktionseinschränkungen des Hüftgelenks sowie zu Gangstörungen führen.
Bei einem CCD-Winkel von mehr als 135° spricht man von einer Coxa valga (X-Bein-ähnliche Stellung des Hüftgelenks). Der Schenkelhals steht dabei aufgerichtet. Mögliche Folgen sind eine erhöhte Belastung des Hüftkopfes, eine veränderte Biomechanik der Hüfte sowie ein erhöhtes Risiko für eine Hüftluxation (Auskugeln des Hüftgelenks). Häufige Ursachen sind neuromuskuläre Erkrankungen oder angeborene Fehlbildungen.
Ein CCD-Winkel von weniger als 120° bezeichnet man als Coxa vara. Der Schenkelhals ist hierbei stärker zur Seite geneigt. Dies kann zu einem Hinken (Trendelenburg-Hinken), einer Beinverkürzung und einer eingeschränkten Hüftbeweglichkeit führen. Ursachen können Rachitis, Knochenerkrankungen, Frakturen oder genetische Faktoren sein.
Der CCD-Winkel wird in der Regel auf einem Beckenübersichtsröntgenbild (anterior-posteriore Aufnahme des Beckens) gemessen. Der Arzt oder die Ärztin zieht dabei eine Linie durch die Achse des Schenkelhalses und eine weitere entlang der Femurschaftachse. Der Schnittpunkt dieser beiden Linien ergibt den CCD-Winkel. Die Messung ist ein Standardverfahren in der orthopädischen Diagnostik und wird insbesondere bei folgenden Beschwerden eingesetzt:
Der CCD-Winkel spielt eine wichtige Rolle bei der Operationsplanung, insbesondere bei der Implantation einer Hüfttotalendoprothese (Hüft-TEP). Die Wahl des richtigen Prothesenhalses sowie der korrekte Einbauwinkel orientieren sich wesentlich am präoperativ gemessenen CCD-Winkel. Auch bei kinder- und jugendorthopädischen Eingriffen, wie der Korrekturosteotomie (operative Knochenkorrektur), ist der CCD-Winkel ein entscheidender Planungsparameter. Eine korrekte Rekonstruktion des Winkels soll die Biomechanik der Hüfte normalisieren und langfristig Arthrose (Gelenkverschleiß) verhindern oder verzögern.
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