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CD steht für Cluster of Differentiation – ein Klassifikationssystem für Oberflächenmoleküle auf Zellen des Immunsystems. Es ist zentral für Diagnostik und Therapie.
CD steht für Cluster of Differentiation – ein Klassifikationssystem für Oberflächenmoleküle auf Zellen des Immunsystems. Es ist zentral für Diagnostik und Therapie.
CD steht für Cluster of Differentiation (auf Deutsch: Differenzierungscluster). Es handelt sich dabei um ein international standardisiertes Nomenklatursystem zur Bezeichnung von Oberflächenmolekülen (Proteinen) auf Zellen – insbesondere auf Zellen des Immunsystems. Diese Moleküle sitzen auf der Zelloberfläche und dienen als Erkennungsmarker, über die Zellen miteinander kommunizieren oder von anderen Zellen identifiziert werden können.
Das CD-System wurde erstmals 1982 auf dem Ersten Internationalen Workshop zur Humanleukozytendifferenzierung eingeführt und wird seitdem kontinuierlich erweitert. Heute sind über 400 verschiedene CD-Moleküle bekannt (z. B. CD4, CD8, CD20, CD3).
CD-Moleküle erfüllen vielfältige Funktionen im menschlichen Körper:
CD3 ist ein charakteristischer Marker für T-Lymphozyten (T-Zellen). Er ist untrennbar mit dem T-Zell-Rezeptor (TCR) verbunden und spielt eine zentrale Rolle bei der Signalweiterleitung nach Antigenerkennung.
CD4 wird vor allem auf T-Helferzellen exprimiert. CD4 ist auch der Rezeptor, an den das HI-Virus (HIV) bindet, um in die Zelle einzudringen. Die Anzahl der CD4-Zellen ist daher ein wichtiger Marker zur Beurteilung des Immunstatus bei HIV-Infektion.
CD8 kennzeichnet zytotoxische T-Zellen (Killerzellen), die infizierte oder entartete Zellen direkt abtöten können.
CD19 und CD20 sind Marker auf B-Lymphozyten. CD20 ist ein wichtiges therapeutisches Zielantigen: Der monoklonale Antikörper Rituximab bindet spezifisch an CD20 und wird zur Behandlung von B-Zell-Lymphomen und bestimmten Autoimmunerkrankungen eingesetzt.
CD56 ist ein Marker für natürliche Killerzellen (NK-Zellen), die zur angeborenen Immunabwehr gehören.
In der klinischen Diagnostik werden CD-Marker vor allem mittels Durchflusszytometrie (Flow-Zytometrie) analysiert. Bei dieser Methode werden Zellen mit fluoreszenzmarkierten Antikörpern gegen bestimmte CD-Moleküle gefärbt und anschließend automatisch gezählt und klassifiziert. Dies ermöglicht eine präzise Immunphänotypisierung – also die genaue Bestimmung von Zellpopulationen im Blut oder Gewebe.
Typische Anwendungsbereiche sind:
CD-Moleküle sind nicht nur diagnostisch, sondern auch therapeutisch bedeutsam. Sogenannte monoklonale Antikörper werden gezielt gegen bestimmte CD-Moleküle auf kranken Zellen entwickelt, um diese zu zerstören oder ihre Funktion zu hemmen. Bekannte Beispiele:
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