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Checkpoint-Inhibitoren sind Krebsmedikamente, die das Immunsystem aktivieren, um Tumorzellen zu bekämpfen. Sie gehören zur modernen Immuntherapie.
Checkpoint-Inhibitoren sind Krebsmedikamente, die das Immunsystem aktivieren, um Tumorzellen zu bekämpfen. Sie gehören zur modernen Immuntherapie.
Ein Checkpoint-Inhibitor ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Immuncheckpoint-Blocker, der in der modernen Krebstherapie eingesetzt wird. Er greift in bestimmte Bremsmechanismen des Immunsystems ein und versetzt die körpereigenen Abwehrzellen – insbesondere die sogenannten T-Zellen – in die Lage, Tumorzellen gezielt zu erkennen und zu zerstören. Checkpoint-Inhibitoren zählen zur Immunonkologie und stellen einen der bedeutendsten Fortschritte in der Krebsmedizin der letzten Jahrzehnte dar.
Das Immunsystem verfügt über natürliche Kontrollpunkte (englisch: checkpoints), die eine überschießende Immunreaktion verhindern sollen. Krebszellen nutzen diese Mechanismen aus, indem sie bestimmte Signalproteine auf ihrer Oberfläche präsentieren, die T-Zellen hemmen und so einer Immunantwort entgehen.
Checkpoint-Inhibitoren blockieren genau diese hemmenden Signalwege. Die wichtigsten Zielstrukturen sind:
Durch die Blockade dieser Checkpoints werden T-Zellen reaktiviert und können den Tumor angreifen.
Checkpoint-Inhibitoren sind für eine Vielzahl von Krebserkrankungen zugelassen oder werden in klinischen Studien untersucht. Dazu gehören unter anderem:
Manchmal werden Checkpoint-Inhibitoren als Monotherapie eingesetzt, häufig aber auch in Kombination mit Chemotherapie, zielgerichteten Therapien oder anderen Immuntherapien.
Checkpoint-Inhibitoren werden in der Regel als intra-venöse Infusion verabreicht, meist alle zwei bis vier Wochen im Krankenhaus oder einer onkologischen Praxis. Die genaue Dosierung und Therapiedauer hängen vom eingesetzten Präparat, der Krebsart und dem Ansprechen auf die Behandlung ab. Die Therapie wird so lange fortgesetzt, wie sie wirksam ist und keine unzumutbaren Nebenwirkungen auftreten.
Da Checkpoint-Inhibitoren das gesamte Immunsystem aktivieren, können sie das gesunde Gewebe in verschiedenen Organen angreifen. Diese sogenannten immunvermittelten Nebenwirkungen (engl.: immune-related adverse events, irAEs) können nahezu jedes Organ betreffen:
Schwere Nebenwirkungen werden in der Regel mit Kortikosteroiden oder anderen immunsuppressiven Medikamenten behandelt. Bei leichten Beschwerden ist oft eine symptomatische Therapie ausreichend. Patienten sollten neu auftretende Beschwerden stets umgehend ihrem Behandlungsteam mitteilen.
Nicht alle Patienten sprechen gleich gut auf Checkpoint-Inhibitoren an. Bestimmte Biomarker können helfen, den Therapieerfolg vorherzusagen:
Vor Therapiebeginn wird daher häufig eine Biomarkerdiagnostik durchgeführt, um die geeignetsten Patienten zu identifizieren.
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