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Chemotherapie ist eine medikamentöse Krebsbehandlung, die Tumorzellen abtötet oder deren Wachstum hemmt. Sie wird allein oder in Kombination mit anderen Therapien eingesetzt.
Chemotherapie ist eine medikamentöse Krebsbehandlung, die Tumorzellen abtötet oder deren Wachstum hemmt. Sie wird allein oder in Kombination mit anderen Therapien eingesetzt.
Die Chemotherapie ist eine der wichtigsten Behandlungsmethoden bei Krebserkrankungen. Sie nutzt spezielle Medikamente – sogenannte Zytostatika – um Krebszellen abzutöten oder deren unkontrollierte Teilung zu stoppen. Die Wirkstoffe werden meist über eine Infusion in die Blutbahn verabreicht, können aber auch als Tabletten eingenommen werden. Da die Medikamente über das Blut im gesamten Körper verteilt werden, eignet sich die Chemotherapie besonders gut zur Behandlung von Tumoren, die bereits gestreut haben (Metastasen).
Chemotherapie wird in verschiedenen Situationen angewendet:
Zytostatika greifen in den Zellzyklus ein – also in den natürlichen Prozess der Zellteilung. Sie schädigen die DNA der Tumorzellen oder blockieren bestimmte Enzyme, die für die Zellteilung notwendig sind. Da Krebszellen sich schneller teilen als die meisten gesunden Zellen, sind sie besonders empfindlich gegenüber Chemotherapeutika. Allerdings werden auch gesunde, sich schnell teilende Zellen – etwa in den Haarfollikeln, im Darm oder im Knochenmark – in Mitleidenschaft gezogen, was zu den typischen Nebenwirkungen führt.
Die Chemotherapie wird in der Regel in Zyklen durchgeführt. Das bedeutet, dass Behandlungsphasen mit Erholungsphasen abwechseln, damit sich der Körper von den Nebenwirkungen erholen kann. Ein Zyklus dauert meist zwei bis vier Wochen, und mehrere Zyklen werden hintereinander durchgeführt. Die Behandlung kann ambulant oder stationär in einem Krankenhaus oder einer onkologischen Praxis erfolgen.
Da Zytostatika nicht ausschließlich Krebszellen angreifen, können erhebliche Nebenwirkungen auftreten. Zu den häufigsten gehören:
Viele dieser Nebenwirkungen sind vorübergehend und klingen nach Abschluss der Behandlung ab. Moderne unterstützende Medikamente (z. B. Antiemetika gegen Übelkeit) können helfen, die Verträglichkeit erheblich zu verbessern.
Chemotherapie wird häufig mit anderen Krebstherapien kombiniert, um die Wirksamkeit zu steigern:
Vor Beginn einer Chemotherapie erfolgt eine umfassende Diagnostik, einschließlich Blutuntersuchungen, Biopsie und bildgebender Verfahren (z. B. CT, MRT). Anhand der Ergebnisse wird ein individueller Therapieplan erstellt, der die Art des Tumors, das Stadium der Erkrankung und den allgemeinen Gesundheitszustand der Patientin oder des Patienten berücksichtigt. Während der Behandlung werden regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchgeführt, um das Ansprechen auf die Therapie zu beurteilen und Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen.
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