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Chloroform (Trichlormethan) ist eine chemische Verbindung, die früher als Narkosemittel eingesetzt wurde. Heute gilt es als gesundheitsgefährdend und wird medizinisch kaum noch verwendet.
Chloroform (Trichlormethan) ist eine chemische Verbindung, die früher als Narkosemittel eingesetzt wurde. Heute gilt es als gesundheitsgefährdend und wird medizinisch kaum noch verwendet.
Chloroform, chemisch bekannt als Trichlormethan (CHCl3), ist eine farblose, süßlich riechende organische Verbindung. Es gehört zur Gruppe der halogenierten Kohlenwasserstoffe. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde Chloroform als eines der ersten Narkosemittel in der Medizin eingesetzt. Aufgrund seiner toxischen Eigenschaften und seiner krebserregenden Wirkung wurde es jedoch weitgehend durch sicherere Alternativen ersetzt.
Chloroform wurde erstmals 1847 von James Young Simpson als Narkosemittel in der Chirurgie und Geburtshilfe eingesetzt. Es ermöglichte schmerzfreie Operationen und galt als Durchbruch in der Medizingeschichte. Aufgrund der geringen Sicherheitsmarge zwischen wirksamer Dosis und letaler Dosis sowie wegen schwerwiegender Nebenwirkungen auf Herz und Leber wurde es im Laufe des 20. Jahrhunderts vollständig aus der klinischen Praxis verdrangt.
Chloroform wirkt als zentral dämpfendes Mittel auf das Nervensystem. Es erhöht die Aktivität des hemmenden Neurotransmitters GABA (Gamma-Aminobuttersäure) und hemmt gleichzeitig erregende Signalwege im Gehirn. Dies führt zu Bewusstlosigkeit, Muskelentspannung und Schmerzlosigkeit. Die Aufnahme erfolgt hauptsächlich über die Atemwege, kann aber auch über die Haut erfolgen.
Schon kurze Exposition gegenüber hohen Chloroform-Konzentrationen kann zu folgenden Symptomen führen:
Langfristiger Kontakt mit Chloroform kann zu ernsthaften Organschäden führen:
Direkter Hautkontakt oder das Einatmen von Chloroformdämpfen kann Reizungen der Haut, Augen und Atemwege verursachen.
Chloroform entsteht als Desinfektionsnebenprodukt bei der Chlorierung von Trinkwasser, wenn Chlor mit natürlichen organischen Substanzen reagiert. Es gehört zu den sogenannten Trihalogenmethanen (THM). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Grenzwerte für Chloroform im Trinkwasser festgelegt, um das Gesundheitsrisiko zu minimieren. In der Europäischen Union ist der Grenzwert für Trihalogenmethan-Gesamtgehalt im Trinkwasser auf 100 μg/l begrenzt.
In der modernen Medizin wird Chloroform nicht mehr therapeutisch eingesetzt. Es findet jedoch noch Anwendung:
Der Umgang mit Chloroform unterliegt strengen Sicherheitsvorschriften. Es muss in gut belüfteten Räumen gehandhabt werden, und geeignete Schutzausrüstung (Handschuhe, Schutzbrille, Atemschutz) ist zwingend erforderlich.
Bei Verdacht auf eine Chloroform-Vergiftung sollte umgehend gehandelt werden:
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