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Die Cholesterinbiosynthese ist der biochemische Prozess, bei dem der Körper Cholesterin selbst herstellt. Sie findet hauptsächlich in der Leber statt und ist essenziell für Zellfunktionen und Hormonsynthese.
Die Cholesterinbiosynthese ist der biochemische Prozess, bei dem der Körper Cholesterin selbst herstellt. Sie findet hauptsächlich in der Leber statt und ist essenziell für Zellfunktionen und Hormonsynthese.
Die Cholesterinbiosynthese bezeichnet den biochemischen Stoffwechselweg, über den der menschliche Körper Cholesterin eigenständig produziert. Cholesterin ist ein lebenswichtiger Naturstoff, der als Baustein für Zellmembranen, Steroidhormone, Gallensäuren und Vitamin D dient. Etwa 70–80 % des gesamten Cholesterins im Körper werden durch die körpereigene Synthese bereitgestellt, während der Rest über die Nahrung aufgenommen wird.
Die Biosynthese von Cholesterin läuft in nahezu allen kernhaltigen Zellen des Körpers ab, besonders intensiv jedoch in der Leber (Hepatozyten), im Dünndarm sowie in den Nebennieren und Gonaden. Der Hauptort der Synthese ist das endoplasmatische Retikulum der Leberzellen.
Der Syntheseweg umfasst mehr als 30 enzymatische Schritte und lässt sich in folgende Hauptphasen einteilen:
Ausgangsstoff der Cholesterinbiosynthese ist Acetyl-CoA, das aus dem Abbau von Kohlenhydraten, Fettsäuren und Aminosäuren stammt. Zwei Moleküle Acetyl-CoA kondensieren zunächst zu Acetoacetyl-CoA.
Acetoacetyl-CoA wird zusammen mit einem weiteren Acetyl-CoA-Molekül zu 3-Hydroxy-3-Methylglutaryl-CoA (HMG-CoA) umgewandelt. Das Enzym HMG-CoA-Reduktase katalysiert dann die Reduktion von HMG-CoA zu Mevalonat. Dieser Schritt ist der geschwindigkeitsbestimmende Schritt der gesamten Cholesterinbiosynthese und der wichtigste Angriffspunkt für cholesterinsenkende Medikamente (Statine).
Mevalonat wird durch mehrere Phosphorylierungs- und Decarboxylierungsreaktionen in Isopentenylpyrophosphat (IPP) und sein Isomer Dimethylallylpyrophosphat (DMAPP) umgewandelt. Diese C5-Einheiten sind universelle Bausteine des Isoprenoidstoffwechsels.
Mehrere IPP-Einheiten kondensieren schrittweise zu Geranylpyrophosphat (GPP, C10) und dann zu Farnesylpyrophosphat (FPP, C15). Zwei FPP-Moleküle werden durch das Enzym Squalen-Synthase zu Squalen (C30) verknüpft.
Squalen wird durch Squalen-Epoxidase zu Squalen-2,3-epoxid oxidiert und anschließend durch Lanosterol-Synthase zum ersten Steroid Lanosterin zyklisiert. Über etwa 19 weitere enzymatische Reaktionen entsteht schließlich das fertige Cholesterin (C27).
Der Körper reguliert die Cholesterinproduktion über mehrere Mechanismen, um ein Gleichgewicht aufrechtzuerhalten:
Störungen der Cholesterinbiosynthese oder ihrer Regulation können zu erhöhten Blutcholesterinspiegeln (Hypercholesterinämie) führen, die ein Risikofaktor für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall sind. Umgekehrt können genetisch bedingte Defekte in Enzymen der Biosynthese zu seltenen Sterolsynthesestörungen führen (z. B. Smith-Lemli-Opitz-Syndrom bei Defekt der 7-Dehydrocholesterin-Reduktase).
Statine (z. B. Atorvastatin, Simvastatin, Rosuvastatin) sind die am häufigsten eingesetzten cholesterinsenkenden Medikamente. Sie wirken als kompetitive Hemmer der HMG-CoA-Reduktase und blockieren damit den geschwindigkeitsbestimmenden Schritt der Cholesterinbiosynthese. Durch die reduzierte intrazelluläre Cholesterinproduktion werden mehr LDL-Rezeptoren auf Leberzellen exprimiert, was den LDL-Cholesterin-Spiegel im Blut senkt.
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