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Die Chondrozytentherapie ist ein biologisches Verfahren zur Behandlung von Knorpelschäden, bei dem körpereigene Knorpelzellen gezüchtet und reimplantiert werden.
Die Chondrozytentherapie ist ein biologisches Verfahren zur Behandlung von Knorpelschäden, bei dem körpereigene Knorpelzellen gezüchtet und reimplantiert werden.
Die Chondrozytentherapie, auch als autologe Chondrozytentransplantation (ACT) bezeichnet, ist ein biologisches Verfahren zur Behandlung von Knorpelschäden, insbesondere im Kniegelenk. Dabei werden körpereigene Knorpelzellen (Chondrozyten) entnommen, im Labor vermehrt und anschließend in den geschädigten Bereich des Gelenks reimplantiert. Ziel ist es, defektes Knorpelgewebe durch neues, funktionsfähiges Gewebe zu ersetzen und so Schmerzen zu lindern sowie die Gelenkfunktion langfristig zu erhalten.
Die Chondrozytentherapie wird vor allem bei umschriebenen, tiefen Knorpeldefekten eingesetzt, die durch Sportverletzungen, Unfälle oder degenerative Veränderungen entstanden sind. Typische Indikationen umfassen:
Wichtig ist, dass die Therapie in der Regel für Patienten geeignet ist, bei denen noch keine vollständige Arthrose (diffuse Gelenkdegeneration) vorliegt.
In einem ersten arthroskopischen Eingriff (Gelenkspiegelung) entnimmt der Chirurg eine kleine Menge gesunden Knorpelgewebes aus einem wenig belasteten Bereich des betroffenen Gelenks. Diese Probe wird anschließend in ein spezialisiertes Labor geschickt.
Im Labor werden die entnommenen Chondrozyten unter kontrollierten Bedingungen über mehrere Wochen (in der Regel 4 bis 6 Wochen) kultiviert und vermehrt. Je nach Verfahren werden die Zellen entweder in Suspension (flüssig) oder auf einem biologisch abbaubaren Trägermaterial (Matrix) herangezüchtet. Letzteres Verfahren wird als matrixassoziierte autologe Chondrozytentransplantation (MACT) bezeichnet.
In einem zweiten operativen Eingriff werden die vermehrten Knorpelzellen in den Knorpeldefekt eingebracht. Bei der klassischen ACT werden die Zellen unter einem Periostlappen (Knochenhautlappen) oder einer Kollagenmembran fixiert. Bei der MACT wird das Trägermaterial mit den integrierten Zellen direkt in den Defekt eingepasst und befestigt.
Die Rehabilitation nach einer Chondrozytentherapie ist langwierig und erfordert Geduld. Die volle Belastungsfähigkeit des Gelenks ist in der Regel erst nach 12 bis 18 Monaten erreicht. Typische Phasen der Nachsorge umfassen:
Studien zeigen, dass die Chondrozytentherapie bei geeigneten Patienten zu einer signifikanten Verbesserung der Gelenkfunktion und einer deutlichen Schmerzreduktion führt. Langzeitergebnisse über 10 bis 15 Jahre belegen die Dauerhaftigkeit des Knorpelersatzes bei einem Großteil der behandelten Patienten.
Mögliche Risiken und Komplikationen umfassen:
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