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Chorea Huntington ist eine erbliche, progressive Erkrankung des Gehirns, die Bewegungsstörungen, kognitive Einbußen und psychiatrische Symptome verursacht.
Chorea Huntington ist eine erbliche, progressive Erkrankung des Gehirns, die Bewegungsstörungen, kognitive Einbußen und psychiatrische Symptome verursacht.
Chorea Huntington (auch Huntington-Krankheit oder Morbus Huntington genannt) ist eine seltene, erbliche und fortschreitende Erkrankung des Gehirns. Sie wird durch eine genetische Veränderung im Huntingtin-Gen (HTT) auf Chromosom 4 verursacht und führt zum schrittweisen Absterben von Nervenzellen in bestimmten Hirnregionen. Die Erkrankung betrifft Bewegung, Denken und das seelische Wohlbefinden gleichermaßen und schreitet über Jahre hinweg unaufhaltsam voran.
Chorea Huntington wird autosomal-dominant vererbt. Das bedeutet: Ein einziges verändertes Gen reicht aus, um die Krankheit auszulösen. Betroffene haben eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit, das veränderte Gen an ihre Kinder weiterzugeben.
Die Ursache liegt in einer krankhaften Verlängerung einer sogenannten CAG-Trinukleotid-Wiederholung im HTT-Gen. Bei gesunden Menschen wiederholt sich diese Sequenz bis zu 35 Mal. Bei Menschen mit Huntington-Krankheit sind es 36 oder mehr Wiederholungen. Je mehr Wiederholungen vorhanden sind, desto früher tritt die Erkrankung in der Regel auf.
Die Symptome beginnen meist zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr, können jedoch auch früher (juvenile Form) oder später auftreten. Sie lassen sich in drei Hauptbereiche einteilen:
Die Diagnose von Chorea Huntington erfolgt auf Basis mehrerer Schritte:
Personen mit einem betroffenen Elternteil können sich bereits vor dem Auftreten von Symptomen einem prädiktiven Gentest unterziehen. Dieser wird stets in Verbindung mit genetischer Beratung und psychologischer Begleitung angeboten.
Derzeit gibt es keine Therapie, die den Krankheitsverlauf aufhalten oder heilen kann. Die Behandlung zielt darauf ab, Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.
Die Forschung zu Chorea Huntington ist sehr aktiv. Vielversprechende Ansätze umfassen Gentherapien, RNA-basierte Therapien (z. B. Antisense-Oligonukleotide) und neuroprotektive Substanzen, die darauf abzielen, die Produktion des krankhaften Huntingtin-Proteins zu verringern oder ganz zu verhindern.
Die Erkrankung stellt Betroffene und ihre Familien vor enorme emotionale, soziale und praktische Herausforderungen. Selbsthilfegruppen, spezialisierte Huntington-Zentren und soziale Unterstützungsangebote spielen eine wichtige Rolle im Umgang mit der Erkrankung. In Deutschland bietet die Deutsche Huntington-Hilfe e.V. umfassende Informationen und Beratung an.
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