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Clindamycin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Lincosamide, das gegen grampositive Bakterien und Anaerobier wirkt. Es wird bei Haut-, Knochen- und Atemwegsinfektionen eingesetzt.
Clindamycin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Lincosamide, das gegen grampositive Bakterien und Anaerobier wirkt. Es wird bei Haut-, Knochen- und Atemwegsinfektionen eingesetzt.
Clindamycin ist ein Antibiotikum aus der Wirkstoffklasse der Lincosamide. Es hemmt die bakterielle Proteinsynthese und wirkt vor allem gegen grampositive Erreger sowie anaerobe Bakterien (Keime, die ohne Sauerstoff überleben). Clindamycin ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich: als Kapsel zur oralen Einnahme, als Infusionslösung zur intravenösen Gabe sowie als Gel oder Creme zur äußerlichen Anwendung auf der Haut.
Clindamycin wird bei einer Vielzahl bakterieller Infektionen eingesetzt, insbesondere wenn Penicillin-Antibiotika nicht vertragen werden oder nicht wirksam sind:
Clindamycin bindet an die 50S-Untereinheit des bakteriellen Ribosoms und hemmt dadurch die Proteinsynthese der Bakterien. Da menschliche Ribosomen sich strukturell von bakteriellen unterscheiden, werden körpereigene Zellen nicht direkt geschädigt. Die Wirkung ist in der Regel bakteriostatisch (wachstumshemmend), bei höheren Konzentrationen kann sie auch bakterizid (abtötend) sein.
Die Dosierung von Clindamycin richtet sich nach der Art und Schwere der Infektion, dem Körpergewicht sowie dem Alter des Patienten. Typische Dosierbereiche für Erwachsene:
Clindamycin sollte immer nach Anweisung des behandelnden Arztes eingenommen und die vollständige Therapiedauer eingehalten werden, auch wenn die Symptome früher nachlassen.
Wie alle Antibiotika kann Clindamycin unerwünschte Wirkungen verursachen. Häufige Nebenwirkungen sind:
Eine besonders wichtige und potenziell schwere Nebenwirkung ist die Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhoe (CDAD), auch bekannt als pseudomembranöse Kolitis. Dabei werden durch die antibiotische Behandlung nützliche Darmbakterien abgetötet, wodurch sich das Bakterium Clostridioides difficile (früher Clostridium difficile) unkontrolliert vermehren kann. Symptome sind wässriger oder blutiger Durchfall, Bauchkrämpfe und Fieber. Bei diesen Zeichen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.
Weitere mögliche Nebenwirkungen umfassen:
Clindamycin kann mit anderen Arzneimitteln wechselwirken. Wichtige Hinweise:
Clindamycin sollte nicht eingenommen werden bei:
Bei Schwangerschaft und Stillzeit sollte Clindamycin nur nach ärztlicher Rücksprache und strenger Indikationsstellung angewendet werden.
Die unsachgemäße Anwendung von Antibiotika, einschließlich Clindamycin, kann zur Entwicklung von Antibiotikaresistenzen führen. Deshalb ist es wichtig, Clindamycin nur bei nachgewiesenen oder stark vermuteten bakteriellen Infektionen einzusetzen und die Therapie nicht vorzeitig abzubrechen.
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