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Der Clivus ist eine schräge Knochenstruktur an der Schädelbasis, die das Hinterhauptbein mit dem Keilbein verbindet und wichtige Hirnnerven sowie Blutgefäße beherbergt.
Der Clivus ist eine schräge Knochenstruktur an der Schädelbasis, die das Hinterhauptbein mit dem Keilbein verbindet und wichtige Hirnnerven sowie Blutgefäße beherbergt.
Der Clivus (lateinisch für "Abhang" oder "Neigung") ist eine schräge Knochenstruktur an der inneren Schädelbasis. Er erstreckt sich vom Dorsum sellae (hinterer Teil der Sella turcica im Keilbein) bis zum Foramen magnum (großes Hinterhauptloch) und wird aus zwei Knochen gebildet: dem Os sphenoidale (Keilbein) im oberen Abschnitt und dem Os occipitale (Hinterhauptbein) im unteren Abschnitt. Die Verbindung beider Knochen erfolgt über die Synchondrosis sphenooccipitalis, die bis zum Ende der Pubertät verknöchert.
Der Clivus bildet die ventrale (vordere) Begrenzung der hinteren Schädelgrube und liegt direkt hinter dem Hirnstamm (Pons und Medulla oblongata). Auf seiner Oberfläche verlaufen der Basilararterienplexus und wichtige Hirnnerven, darunter der Nervus abducens (VI. Hirnnerv).
Obwohl der Clivus als anatomische Struktur im klinischen Alltag weniger bekannt ist, spielt er eine wichtige Rolle in der Neurochirurgie, der Neuroradiologie und der Onkologie. Erkrankungen im Bereich des Clivus können aufgrund seiner Lage in unmittelbarer Nähe zum Hirnstamm und zu wichtigen Hirnnerven schwerwiegende neurologische Folgen haben.
Das Chordom ist der häufigste primäre Tumor des Clivus. Es handelt sich um einen langsam wachsenden, aber lokal aggressiven Tumor, der aus Resten der embryonalen Chorda dorsalis entsteht. Chordome machen etwa 35 % aller Clivustumoren aus. Typische Symptome sind Kopfschmerzen, Doppelbilder (durch Schädigung des N. abducens), Schluckstörungen und andere Hirnnervenausfälle.
Chondrosarkome sind Knorpeltumore, die ebenfalls im Bereich der Schädelbasis, einschließlich des Clivus, auftreten können. Sie wachsen langsamer als andere Sarkome, können aber durch ihre Lage erhebliche neurologische Schäden verursachen.
Meningeome des Clivus sind gutartige Tumoren der Hirnhäute, die von der Dura mater des Clivus ausgehen. Sie wachsen langsam, können aber durch Kompression des Hirnstamms und der Hirnnerven zu erheblichen Beschwerden führen.
Die Symptome hängen von der jeweiligen Erkrankung und dem Ausmaß der Beteiligung benachbarter Strukturen ab. Häufige Beschwerden sind:
Die Diagnose von Clivuserkrankungen erfolgt primär durch bildgebende Verfahren:
Die Behandlung richtet sich nach der Art der Erkrankung:
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