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Coenzymaktivierung bezeichnet die Umwandlung eines Vitamins oder Vorläufermoleküls in seine biologisch aktive Coenzymform, die Enzyme bei Stoffwechselreaktionen unterstützt.
Coenzymaktivierung bezeichnet die Umwandlung eines Vitamins oder Vorläufermoleküls in seine biologisch aktive Coenzymform, die Enzyme bei Stoffwechselreaktionen unterstützt.
Unter Coenzymaktivierung versteht man den biochemischen Prozess, bei dem ein inaktives Vorläufermolekül – häufig ein Vitamin oder ein verwandter Nährstoff – in seine biologisch wirksame Coenzymform umgewandelt wird. Coenzyme sind organische Moleküle, die Enzyme bei der Katalyse chemischer Reaktionen im Stoffwechsel unterstützen. Ohne diese Aktivierung können viele Vitamine ihre physiologische Wirkung nicht entfalten.
Viele wasserlösliche Vitamine – insbesondere die B-Vitamine – fungieren im Körper als Vorstufen (Provitamine) essenzieller Coenzyme. Erst nach chemischen Umwandlungsschritten, meist durch Phosphorylierung, Adenylierung oder Methylierung, werden sie zu funktionell aktiven Coenzymen. Diese Aktivierungsschritte finden überwiegend in der Leber statt und sind für eine Vielzahl von Stoffwechselwegen unerlässlich.
Thiamin wird durch Phosphorylierung in Thiaminpyrophosphat (TPP) umgewandelt. TPP ist ein unverzichtbares Coenzym im Kohlenhydratstoffwechsel, insbesondere im Pyruvatdehydrogenase-Komplex und im Citratzyklus.
Riboflavin wird zu Flavinmononukleotid (FMN) und Flavinadenindinukleotid (FAD) aktiviert. Diese Coenzyme sind zentrale Elektronenüberträger in der Atmungskette und bei der Fettoxidation.
Niacin (Nicotinsäure bzw. Nicotinamid) wird zu NAD+ (Nicotinamidadenindinukleotid) und NADP+ synthetisiert. Diese Coenzyme sind an Hunderten von Redoxreaktionen im Zellstoffwechsel beteiligt.
Pantothensäure ist Bestandteil des Coenzym A (CoA), das eine Schlüsselrolle im Fettsäurestoffwechsel, im Citratzyklus und bei der Acetylierung von Proteinen spielt.
Pyridoxin wird zu Pyridoxalphosphat (PLP) aktiviert, dem wichtigsten Coenzym im Aminosäurestoffwechsel (Transaminierung, Decarboxylierung).
Biotin wird kovalent an Carboxylasen gebunden und ist als Coenzym bei Carboxylierungsreaktionen aktiv, zum Beispiel bei der Fettsäuresynthese und der Gluconeogenese.
Folat wird zu Tetrahydrofolat (THF) reduziert, das als Coenzym bei der Übertragung von Einkohlenstoff-Einheiten fungiert – essenziell für die DNA-Synthese und den Aminosäurestoffwechsel.
Cobalamin wird zu Methylcobalamin und Adenosylcobalamin aktiviert. Diese Formen sind für die Remethylierung von Homocystein zu Methionin sowie für den Abbau von Methylmalonyl-CoA unverzichtbar.
Störungen der Coenzymaktivierung können verschiedene Ursachen haben:
Klinische Folgen reichen von Stoffwechselstörungen und neurologischen Symptomen bis hin zu schweren Mangelerkrankungen wie Beriberi (TPP-Mangel), Pellagra (NAD-Mangel) oder megaloblastärer Anämie (Folat- und B12-Coenzymdefizit).
Die Funktion von Coenzymen kann labordiagnostisch durch verschiedene Methoden erfasst werden:
Bei nachgewiesenen Coenzymaktivierungsstörungen stehen verschiedene Behandlungsstrategien zur Verfügung:
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