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Coenzymsubstitution bezeichnet die gezielte Zufuhr von Coenzymen, um Mangelzustände auszugleichen und enzymatische Stoffwechselprozesse im Körper zu unterstützen.
Coenzymsubstitution bezeichnet die gezielte Zufuhr von Coenzymen, um Mangelzustände auszugleichen und enzymatische Stoffwechselprozesse im Körper zu unterstützen.
Die Coenzymsubstitution bezeichnet die therapeutische oder präventive Zufuhr von Coenzymen – also von Molekülen, die Enzyme bei ihrer Arbeit unterstützen – um einen Mangel auszugleichen oder bestimmte Stoffwechselfunktionen gezielt zu fördern. Coenzyme sind meist niedermolekulare, organische Verbindungen, die nicht vom Körper selbst hergestellt werden können oder in bestimmten Situationen nicht in ausreichender Menge vorliegen. Viele Coenzyme leiten sich von Vitaminen oder anderen essenziellen Nährstoffen ab.
Enzyme sind Biokatalysatoren, die nahezu alle biochemischen Reaktionen im Körper steuern. Viele Enzyme sind auf sogenannte Cofaktoren angewiesen, um aktiv zu sein. Cofaktoren können anorganische Ionen (z. B. Magnesium, Zink) oder organische Moleküle – die Coenzyme – sein. Bekannte Beispiele für Coenzyme sind:
Eine Coenzymsubstitution wird in verschiedenen medizinischen und ernährungsmedizinischen Kontexten eingesetzt:
Bei bestimmten angeborenen Stoffwechselerkrankungen ist die Umwandlung von Vitaminen oder Vorstufen in ihre aktive Coenzymform gestört. Durch die direkte Zufuhr des fertigen Coenzyms kann die enzymatische Aktivität wiederhergestellt oder verbessert werden. Ein Beispiel ist die Substitution von Pyridoxalphosphat bei Pyridoxin-abhängiger Epilepsie.
Ein Mangel an Vitaminen oder anderen Vorstufen führt automatisch zu einem Mangel an den daraus gebildeten Coenzymen. Die Substitution kann direkt als Coenzym (z. B. Methylcobalamin statt Cyanocobalamin) oder als Vorläufermolekül erfolgen.
Bei mitochondrialen Dysfunktionen wird häufig Coenzym Q10 substituiert, da es eine Schlüsselrolle in der Energiegewinnung in den Mitochondrien spielt und bei bestimmten Erkrankungen vermindert gebildet wird.
Bestimmte Medikamente können den Coenzymstatus negativ beeinflussen. So hemmen Statine (Cholesterinsenker) die körpereigene Synthese von Coenzym Q10, weshalb eine Substitution bei langfristiger Statintherapie diskutiert wird.
Die Dosierung bei einer Coenzymsubstitution ist stark vom jeweiligen Coenzym, der Indikation und dem individuellen Bedarf abhängig. Sie sollte stets auf Basis einer ärztlichen Diagnose und, wenn möglich, labordiagnostischer Messungen erfolgen. Coenzyme sind in der Regel als Nahrungsergänzungsmittel oder als Arzneimittel verfügbar, wobei die Qualität und Bioverfügbarkeit je nach Präparat erheblich variieren können.
Coenzymsubstitutionen gelten im Allgemeinen als gut verträglich, wenn sie in empfohlenen Dosierungen eingenommen werden. Dennoch sind einige Punkte zu beachten:
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