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Der Cortisolprovokationstest ist ein diagnostisches Verfahren zur Beurteilung der Nebennierenfunktion und der Stresshormonreaktion der Hypophyse-Nebennieren-Achse.
Der Cortisolprovokationstest ist ein diagnostisches Verfahren zur Beurteilung der Nebennierenfunktion und der Stresshormonreaktion der Hypophyse-Nebennieren-Achse.
Der Cortisolprovokationstest ist ein endokrinologisches Diagnoseverfahren, mit dem die Funktionsfähigkeit der sogenannten Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse) geprüft wird. Diese Achse steuert die Ausschüttung von Cortisol, dem wichtigsten Stresshormon des menschlichen Körpers. Beim Test wird die Nebenniere gezielt stimuliert oder provoziert, um zu messen, ob sie in der Lage ist, ausreichend Cortisol zu produzieren und freizusetzen.
Der Cortisolprovokationstest wird eingesetzt, wenn der Verdacht auf eine gestörte Cortisolproduktion besteht. Typische Indikationen sind:
Je nach klinischer Fragestellung gibt es verschiedene Varianten des Cortisolprovokationstests:
Dies ist die häufigste Form. Dem Patienten wird synthetisches ACTH (Tetracosactid/Synacthen) injiziert, ein Hormon, das normalerweise von der Hypophyse ausgeschüttet wird und die Nebennieren zur Cortisolproduktion anregt. Blutproben werden vor der Injektion sowie 30 und 60 Minuten danach entnommen. Ein normaler Anstieg des Cortisolspiegels deutet auf eine intakte Nebennierenfunktion hin.
Beim Insulin-Hypoglykämie-Test (auch Insulin-Toleranztest genannt) wird durch Insulingabe ein kontrollierter Blutzuckerabfall (Hypoglykämie) ausgelöst. Dies stellt einen starken physiologischen Stressreiz dar und provoziert eine maximale Aktivierung der HPA-Achse. Der Test gilt als Goldstandard zur Beurteilung der zentralen Cortisolreserve, erfordert aber engmaschige ärztliche Überwachung.
Hierbei wird Corticotropin-Releasing-Hormon (CRH) verabreicht, das normalerweise vom Hypothalamus stammt und die Hypophyse zur ACTH-Ausschüttung anregt. Der CRH-Test hilft, zwischen einer primären Nebenniereninsuffizienz und einer sekundären (hypophysären) oder tertiären (hypothalamischen) Ursache zu unterscheiden.
Metyrapon hemmt die Cortisolsynthese in der Nebennierenrinde und löst dadurch eine kompensatorische Aktivierung der Hypophyse aus. Der Test eignet sich zur Beurteilung der Hypophysenfunktion und zur Differenzierung verschiedener Formen des Cushing-Syndroms.
Im Gegensatz zu den Stimulationstests wird hier ein synthetisches Kortikosteroid (Dexamethason) verabreicht, das die Cortisolproduktion normalerweise supprimiert. Bleibt diese Suppression aus, kann dies auf ein Cushing-Syndrom hinweisen. Der Test wird in verschiedenen Varianten durchgeführt (Einzel-Niedrigdosis, Zweitage-Niedrigdosis, Hochdosis).
Die genaue Vorbereitung hängt von der gewählten Testvariante ab. Allgemeine Hinweise:
Die Beurteilung der Testergebnisse erfolgt immer im klinischen Kontext. Allgemeine Richtwerte (können je nach Labor variieren):
Die meisten Varianten des Cortisolprovokationstests sind gut verträglich. Mögliche Risiken umfassen:
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