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Darmschrankenmarker sind Laborwerte, die Auskunft über die Integrität der Darmbarriere geben und bei Verdacht auf ein Leaky-Gut-Syndrom eingesetzt werden.
Darmschrankenmarker sind Laborwerte, die Auskunft über die Integrität der Darmbarriere geben und bei Verdacht auf ein Leaky-Gut-Syndrom eingesetzt werden.
Darmschrankenmarker sind spezifische Laborparameter, die die Funktion und Unversehrtheit der intestinalen Barriere – also der Darmschleimhaut – messen. Die Darmschleimhaut bildet eine selektiv durchlässige Schutzbarriere zwischen dem Darminneren und dem Körperinneren. Ist diese Barriere geschädigt, können Bakterien, Toxine und unverdaute Nahrungsbestandteile in den Blutkreislauf übertreten – ein Zustand, der als erhöhte Darmdurchlässigkeit oder umgangssprachlich als „Leaky Gut“ bezeichnet wird.
Eine geschädigte Darmbarriere wird mit einer Vielzahl von Erkrankungen in Verbindung gebracht, darunter:
Durch den Einsatz von Darmschrankenmarkern kann der behandelnde Arzt frühzeitig eine gestörte Barrierefunktion erkennen und gezielt therapeutische Maßnahmen einleiten.
Zonulin ist ein Protein, das die Öffnung der sogenannten Tight Junctions – der Verbindungsstellen zwischen den Darmzellen – reguliert. Erhöhte Zonulin-Spiegel im Blut oder Stuhl gelten als Hinweis auf eine gesteigerte Darmdurchlässigkeit. Zonulin wird häufig bei Patienten mit Zöliäkie, entzündlichen Darmerkrankungen und Diabetes mellitus Typ 1 gefunden.
Alpha-1-Antitrypsin ist ein Körperprotein, das normalerweise nicht in nennenswertem Maß in den Darm abgegeben wird. Ein erhöhter A1AT-Wert im Stuhl weist auf einen pathologischen Eiweißverlust über die Darmschleimhaut hin (sogenannte exsudative Enteropathie) und ist ein etablierter Marker für eine geschädigte Darmbarriere.
Intestinales Fettsäurebindeprotein (I-FABP) wird ausschließlich in den Enterozyten (Darmzellen) produziert. Bei Schädigung oder Absterben dieser Zellen wird I-FABP in den Blutkreislauf freigesetzt. Erhöhte Serumspiegel sind ein empfindlicher Hinweis auf eine akute Schädigung der Darmschleimhaut, etwa bei Ischämie, Sepsis oder schweren Entzündungen.
Calprotectin ist ein Protein, das hauptsächlich in neutrophilen Granulozyten (Immunzellen) vorkommt. Ein erhöhter Calprotectin-Wert im Stuhl zeigt eine Entzündung der Darmschleimhaut an und wird vor allem zur Unterscheidung von organischen (z. B. Morbus Crohn) und funktionellen Darmerkrankungen (z. B. Reizdarm) eingesetzt.
LBP ist ein Akute-Phase-Protein, das an Lipopolysaccharide (LPS) – Bestandteile der Zellwand gramnegativer Bakterien – bindet. Erhöhte LBP-Werte im Blut können auf eine erhöhte Translokation von Bakterienbestandteilen aus dem Darm in den Blutkreislauf hinweisen, was als bakterielle Translokation bezeichnet wird.
Darmschrankenmarker werden je nach Marker entweder im Blut (Serum) oder im Stuhl bestimmt. Die Analyse erfolgt in spezialisierten Laboratorien mittels immunologischer Verfahren (z. B. ELISA). Zusätzlich kann die Darmpermeabilität durch spezielle Funktionstests wie den Lactulose-Mannitol-Test (orale Gabe beider Zucker mit anschließender Urinmessung) beurteilt werden.
Wird eine erhöhte Darmdurchlässigkeit festgestellt, können verschiedene therapeutische Ansätze helfen:
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