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Darmschrankenproteine sind Strukturproteine der Darmwand, die die Barrierefunktion des Darms aufrechterhalten und den Durchtritt schädlicher Stoffe in den Körper verhindern.
Darmschrankenproteine sind Strukturproteine der Darmwand, die die Barrierefunktion des Darms aufrechterhalten und den Durchtritt schädlicher Stoffe in den Körper verhindern.
Darmschrankenproteine sind spezialisierte Proteine, die in der Schleimhaut des Dünndarms und Dickdarms vorkommen und gemeinsam die sogenannte intestinale Barriere – auch Darmbarriere oder Darmschranke – bilden. Diese Barriere reguliert, welche Substanzen aus dem Darminneren (dem Darmlumen) in den Blutkreislauf und die Lymphe übergehen dürfen. Nur Nährstoffe, Wasser und bestimmte Ionen sollen passieren; Krankheitserreger, Toxine und unverdaute Nahrungsbestandteile sollen zurückgehalten werden.
Die bekanntesten Darmschrankenproteine sind die sogenannten Tight-Junction-Proteine (auch: Verschlusskontakte). Sie verbinden benachbarte Darmepithelzellen eng miteinander und versiegeln den Spalt zwischen den Zellen. Zu den wichtigsten Vertretern gehören:
Unterhalb der Tight Junctions befinden sich die Adherens Junctions, die ebenfalls zur Barrierefunktion beitragen. Wichtigstes Protein hier ist E-Cadherin, das Darmepithelzellen aneinander bindet und Zellkohäsion gewährleistet.
Mucine (z. B. MUC2) sind stark glykosylierte Proteine, die von Becherzellen der Darmwand gebildet werden und die schützende Schleimschicht (Mukus) über dem Epithel aufbauen. Diese Schleimschicht stellt die erste physikalische Barriere gegen Pathogene und schädliche Substanzen dar.
Neben den Strukturproteinen produzieren Paneth-Zellen im Dünndarm antimikrobielle Peptide wie Defensine und Lysozym. Diese Proteine wirken direkt gegen Bakterien, Viren und Pilze und sind ein wichtiger Bestandteil der chemischen Darmbarriere.
Die Darmschrankenproteine erfüllen mehrere lebenswichtige Aufgaben:
Wenn Darmschrankenproteine – insbesondere Tight-Junction-Proteine – in ihrer Funktion beeinträchtigt werden, kann die Darmbarriere undicht werden. Dieser Zustand wird umgangssprachlich als Leaky Gut (durchlässiger Darm) bezeichnet. Dabei können schädliche Substanzen, Bakterienbestandteile und unverdaute Proteine in den Blutkreislauf gelangen und systemische Entzündungsreaktionen auslösen.
Faktoren, die Darmschrankenproteine schädigen oder deren Expression verringern können, sind unter anderem:
Eine gestörte Barrierefunktion durch veränderte Darmschrankenproteine wird mit einer Reihe von Erkrankungen in Verbindung gebracht:
Das Protein Zonulin gilt als wichtiger Biomarker für eine erhöhte Darmpermeabilität. Erhöhte Zonulin-Spiegel im Blut oder Stuhl werden in der Diagnostik zur Beurteilung der Darmschrankenfunktion herangezogen.
Bestimmte Nährstoffe und Lebensstilfaktoren können die Produktion und Funktion von Darmschrankenproteinen positiv unterstützen:
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