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Die De-novo-Lipogenese ist der körpereigene Prozess, bei dem Kohlenhydrate und Proteine in Fettsäuren umgewandelt werden. Sie spielt eine zentrale Rolle im Stoffwechsel.
Die De-novo-Lipogenese ist der körpereigene Prozess, bei dem Kohlenhydrate und Proteine in Fettsäuren umgewandelt werden. Sie spielt eine zentrale Rolle im Stoffwechsel.
Die De-novo-Lipogenese (kurz: DNL) bezeichnet die biochemische Neusynthese von Fettsäuren aus nicht-fetthaltigen Vorstufen – vor allem aus Kohlenhydraten, aber auch aus Aminosäuren und anderen Substraten. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet wörtlich „von neu“ (de novo) und „Fettbildung“ (Lipogenese). Es handelt sich um einen natürlichen Stoffwechselweg, der in nahezu allen Säugetieren vorkommt und hauptsächlich in der Leber sowie im Fettgewebe abläuft.
Beim Menschen findet die De-novo-Lipogenese primär in den Leberzellen (Hepatozyten) statt. In geringerem Maße ist sie auch im Fettgewebe (Adipozyten) und in der Brustdrüse (während der Laktation) aktiv. Unter normalen ernährungsphysiologischen Bedingungen ist die De-novo-Lipogenese beim Menschen vergleichsweise gering, solange die Energiezufuhr ausgewogen ist. Sie wird jedoch deutlich gesteigert, wenn die Kohlenhydrat- oder Gesamtenergiezufuhr dauerhaft die Energieausgaben übersteigt.
Der Prozess läuft in mehreren biochemischen Schritten ab:
Die De-novo-Lipogenese wird durch verschiedene hormonelle und nährstoffabhängige Signalwege reguliert:
Die Art und Menge der aufgenommenen Nährstoffe beeinflusst die Aktivität der De-novo-Lipogenese erheblich:
Eine chronisch erhöhte De-novo-Lipogenese ist mit verschiedenen Stoffwechselerkrankungen assoziiert:
Aufgrund der klinischen Relevanz der De-novo-Lipogenese werden verschiedene Ansätze erforscht, um sie gezielt zu beeinflussen:
Ein interessanter Forschungsbereich ist die Rolle der De-novo-Lipogenese in Krebszellen. Viele Tumorzellen zeigen eine stark erhöhte Expression von FASN und anderen Enzymen der Lipogenese. Dies wird als Anpassung an den hohen Energiebedarf von Krebszellen interpretiert („Warburg-Effekt“ – Nutzung von Glucose für Biosynthese statt Energiegewinnung). FASN-Inhibitoren werden daher als mögliche Antikrebsmittel erforscht.
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