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Dehydroepiandrosteron (DHEA) ist ein körpereigenes Hormon der Nebennierenrinde, das als Vorläufer von Sexualhormonen dient und eine wichtige Rolle im Stoffwechsel spielt.
Dehydroepiandrosteron (DHEA) ist ein körpereigenes Hormon der Nebennierenrinde, das als Vorläufer von Sexualhormonen dient und eine wichtige Rolle im Stoffwechsel spielt.
Dehydroepiandrosteron (DHEA) ist ein Steroidhormon, das hauptsächlich in der Nebennierenrinde produziert wird. In geringeren Mengen wird es auch in den Gonaden (Eierstöcken und Hoden) sowie im Gehirn gebildet. DHEA gilt als das am häufigsten vorkommende zirkulierende Steroidhormon im menschlichen Körper und dient als wichtiger Vorläufer (Prohormon) für die Biosynthese von männlichen und weiblichen Sexualhormonen wie Testosteron und Östrogen.
Im Blut liegt DHEA überwiegend in seiner sulfatierten Form als DHEA-Sulfat (DHEAS) vor, die als Speicherform fungiert und bei Bedarf in die aktive Form umgewandelt werden kann.
DHEA erfüllt im menschlichen Körper zahlreiche wichtige Aufgaben:
Die DHEA-Produktion unterliegt einer charakteristischen Altersabhängigkeit. Der Hormonspiegel erreicht seinen Höhepunkt im frühen Erwachsenenalter (zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr) und nimmt danach kontinuierlich ab. Mit 70 bis 80 Jahren beträgt der DHEA-Spiegel oft nur noch etwa 10 bis 20 Prozent des jugendlichen Maximalwertes. Dieser altersbedingter Rückgang wird als Adrenopause bezeichnet und mit verschiedenen Alterungsprozessen in Verbindung gebracht.
In Deutschland und der EU ist DHEA als verschreibungspflichtiges Arzneimittel unter dem Namen Prasterone zur Behandlung der vulvovaginalen Atrophie bei postmenopausalen Frauen zugelassen. Es wird als Vaginalovulum angewendet und lindert Symptome wie Trockenheit, Brennen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.
Die therapeutische Dosierung von DHEA variiert je nach Indikation. Bei der Behandlung der Nebenniereninsuffizienz werden typischerweise 25 bis 50 mg täglich oral verabreicht. Die vaginale Anwendung bei vulvovaginaler Atrophie erfolgt mit 6,5 mg täglich. Eine Selbstmedikation mit DHEA-Nahrungsergänzungsmitteln sollte ohne ärztliche Beratung vermieden werden, da eine unkontrollierte Einnahme zu unerwünschten hormonellen Wirkungen führen kann.
Die Anwendung von DHEA kann mit folgenden Nebenwirkungen verbunden sein:
Personen mit hormonabhängigen Erkrankungen wie Brust- oder Prostatakrebs sollten DHEA nicht anwenden.
Der DHEA- bzw. DHEAS-Spiegel kann durch eine einfache Blutuntersuchung bestimmt werden. DHEAS wird aufgrund seiner längeren Halbwertszeit bevorzugt gemessen. Die Bestimmung ist klinisch relevant bei:
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