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Das Delta sleep-inducing peptide (DSIP) ist ein körpereigenes Neuropeptid, das mit der Schlafregulation in Verbindung gebracht wird und neuroprotektive sowie stressmodulierende Eigenschaften besitzt.
Das Delta sleep-inducing peptide (DSIP) ist ein körpereigenes Neuropeptid, das mit der Schlafregulation in Verbindung gebracht wird und neuroprotektive sowie stressmodulierende Eigenschaften besitzt.
Das Delta sleep-inducing peptide (DSIP) ist ein kurzes, endogenes Neuropeptid bestehend aus neun Aminosäuren (Nonapeptid) mit der Sequenz Trp-Ala-Gly-Gly-Asp-Ala-Ser-Gly-Glu. Es wurde erstmals in den 1970er-Jahren von schweizer Forschern aus dem Hirnvenenblut von Kaninchen isoliert, die sich im sogenannten Delta-Schlaf befanden – einer Tiefschlafphase, die durch langsame Deltawellen im EEG gekennzeichnet ist. DSIP ist sowohl im zentralen Nervensystem als auch in peripheren Geweben nachweisbar und übt vielfältige biologische Wirkungen aus.
Trotz jahrzehntelanger Forschung ist der genaue Wirkmechanismus von DSIP noch nicht vollständig aufgeklärt. Es wird angenommen, dass DSIP mit verschiedenen Neurotransmittersystemen interagiert, darunter:
DSIP ist in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden, was für ein Peptid dieser Größe bemerkenswert ist und seine zentrale Wirksamkeit erklärt.
DSIP wurde ursprünglich aufgrund seiner Fähigkeit beschrieben, den Delta-Schlaf (Tiefschlaf, Non-REM-Schlaf-Stadien 3 und 4) zu fördern. Tierexperimentelle Studien zeigten, dass die Gabe von DSIP die Schlafdauer verlängern und die Schlafqualität verbessern kann. Die Ergebnisse beim Menschen sind jedoch inkonsistent, und DSIP gilt nicht als klassisches Schlafmittel.
DSIP besitzt ausgeprägte antistressogene Eigenschaften. Es normalisiert physiologische Stressreaktionen, indem es überschießende Cortisolausschüttungen dämpft und die Aktivität der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse) reguliert. Dies könnte erklären, warum DSIP im Zusammenhang mit stressbedingten Erkrankungen untersucht wird.
In verschiedenen Studien zeigte DSIP neuroprotektive Eigenschaften, unter anderem durch die Reduktion von oxidativem Stress und die Modulation apoptotischer Prozesse. Es wird als möglicher protektiver Faktor bei neurodegenerativen Erkrankungen diskutiert.
DSIP kann als Antioxidans wirken, indem es reaktive Sauerstoffspezies (ROS) neutralisiert und Zellen vor oxidativem Schaden schützt. Diese Eigenschaft könnte zur Zellgesundheit und Langlebigkeit beitragen.
Aufgrund seiner Interaktion mit dem Opioidsystem wird DSIP eine analgetische (schmerzlindernde) Wirkung zugeschrieben. Tierstudien deuten darauf hin, dass es die Schmerzschwelle erhöhen kann.
DSIP wird in der Forschung im Zusammenhang mit verschiedenen Erkrankungen und Zuständen untersucht:
DSIP gilt in Tierstudien als gut verträglich und nicht toxisch. Da es sich um ein körpereigenes Peptid handelt, sind allergische Reaktionen selten. Dennoch ist die klinische Datenlage beim Menschen begrenzt. DSIP ist in den meisten Ländern nicht als zugelassenes Arzneimittel verfügbar. Es wird teilweise als Forschungschemikalie oder in nicht regulierten Nahrungsergänzungsmitteln angeboten, was eine kritische Bewertung der Qualität und Dosierung erfordert. Interessierte sollten ärztlichen Rat einholen, bevor sie DSIP anwenden.
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