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Dermatomykose: Ursachen, Symptome & Behandlung

Dermatomykose bezeichnet eine Pilzinfektion der Haut. Sie wird durch verschiedene Pilzarten verursacht und äußert sich häufig durch Rötungen, Schuppungen und Juckreiz.

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Wissenswertes über "Dermatomykose"

Dermatomykose bezeichnet eine Pilzinfektion der Haut. Sie wird durch verschiedene Pilzarten verursacht und äußert sich häufig durch Rötungen, Schuppungen und Juckreiz.

Was ist eine Dermatomykose?

Eine Dermatomykose ist eine Infektionskrankheit der Haut, die durch Pilze (Mykosen) verursacht wird. Der Begriff setzt sich aus dem griechischen Wort derma (Haut) und mykes (Pilz) zusammen. Pilzinfektionen der Haut gehören zu den häufigsten Hauterkrankungen weltweit und können prinzipiell jeden treffen, unabhängig von Alter oder Geschlecht.

Je nach betroffenem Bereich und auslösendem Erreger unterscheidet man verschiedene Formen. Neben der Haut können auch Haare, Nägel sowie die Schleimhäute betroffen sein.

Ursachen und Erreger

Dermatomykosen werden durch unterschiedliche Pilzarten ausgelöst. Die häufigsten Erregergruppen sind:

  • Dermatophyten (z. B. Trichophyton, Microsporum): Diese Pilze befallen bevorzugt Haut, Haare und Nägel und sind die häufigste Ursache für Dermatomykosen.
  • Hefepilze (z. B. Candida albicans): Verursachen vor allem Infektionen in feuchten Körperstellen wie Hautfalten oder Mundschleimhaut.
  • Schimmelpilze (z. B. Aspergillus): Seltener, aber insbesondere bei immungeschwächten Personen relevant.

Begünstigende Faktoren für eine Dermatomykose umfassen:

  • Geschwächtes Immunsystem (z. B. durch Diabetes mellitus, HIV oder Immunsuppressiva)
  • Übermäßiges Schwitzen und feuchte Hautbereiche
  • Enge, nicht atmungsaktive Kleidung oder Schuhe
  • Verletzungen der Haut
  • Kontakt mit infizierten Personen, Tieren oder kontaminierten Oberflächen (z. B. in Schwimmbädern oder Umkleideräumen)

Symptome

Die Symptome einer Dermatomykose hängen vom betroffenen Bereich und dem auslösenden Erreger ab. Typische Zeichen sind:

  • Rötungen und Entzündungen der Haut
  • Schuppung und Ablösung der Hornhaut
  • Juckreiz (Pruritus) und Brennen
  • Bläschenbildung oder nässende Stellen
  • Bei Nagelbefall: Verfärbung, Verdickung und Brüchigkeit der Nägel (Onychomykose)
  • Bei Haarbalg-Befall: kreisrunder Haarausfall (Tinea capitis)

Häufige Formen der Dermatomykose

Tinea pedis (Fußpilz)

Die häufigste Form der Dermatomykose ist der Fußpilz (Tinea pedis). Er tritt bevorzugt zwischen den Zehen auf und verursacht Juckreiz, Schuppung und Risse in der Haut.

Tinea corporis (Körperpilz)

Die Tinea corporis befällt die glatte Körperhaut und zeigt sich oft als ringförmige, gerötete und schuppende Herde, die sich nach außen ausbreiten.

Tinea unguium / Onychomykose (Nagelpilz)

Die Onychomykose ist eine Pilzinfektion der Nägel, die zu Verfärbungen (gelblich-weißlich), Verdickungen und Brüchigkeit führt. Zehennägel sind häufiger betroffen als Fingernägel.

Tinea capitis (Kopfhautpilz)

Die Tinea capitis betrifft die Kopfhaut und Haare, tritt vor allem bei Kindern auf und kann zu kreisrundem Haarausfall führen.

Kandidose (Hefepilzinfektion)

Die durch Candida-Arten verursachte Kandidose befällt bevorzugt feuchte Hautstellen wie Leisten, Achseln oder den Mundwinkelbereich und äußert sich durch Rötung, Juckreiz und weißliche Beläge.

Diagnose

Die Diagnose einer Dermatomykose erfolgt durch:

  • Klinische Untersuchung: Der Arzt beurteilt das typische Erscheinungsbild der Hautveränderungen.
  • Nativpräparat (Mikroskopie): Hautschuppen, Haare oder Nagelspäne werden unter dem Mikroskop auf Pilzelemente untersucht.
  • Pilzkultur (Anzucht): Das entnommene Material wird auf speziellen Nährböden kultiviert, um den Erreger zu identifizieren.
  • Wood-Licht-Untersuchung: Mit UV-Licht werden manche Pilzinfektionen durch spezifische Fluoreszenz sichtbar gemacht.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach Erreger, Ausdehnung und Schweregrad der Infektion:

Lokale (äußerliche) Therapie

Bei oberflächlichen Dermatomykosen kommen antimykotische Cremes, Gele oder Lösungen zum Einsatz. Häufig verwendete Wirkstoffe sind:

  • Clotrimazol
  • Miconazol
  • Terbinafin
  • Ciclopirox

Die Therapiedauer beträgt je nach Präparat und Erreger in der Regel 2 bis 4 Wochen.

Systemische (innerliche) Therapie

Bei ausgedehnten, tiefen oder therapieresistenten Infektionen sowie bei Nagel- oder Haarbalg-Befall ist eine orale Behandlung mit Antimykotika (z. B. Terbinafin, Itraconazol, Fluconazol) erforderlich.

Vorbeugung

Zur Vorbeugung von Dermatomykosen empfehlen sich:

  • Regelmäßiges und gründliches Waschen und Trocknen der Haut, insbesondere in Hautfalten und Zehenzwischenräumen
  • Tragen von atmungsaktiven Schuhen und Socken
  • Vermeidung von Barfußlaufen in öffentlichen Einrichtungen
  • Nutzung eigener Handtücher und Pflegeutensilien

Quellen

  1. Robert Koch-Institut (RKI): Mykosen - Epidemiologie und Prävention. Berlin, 2022.
  2. Nenoff P. et al.: Dermatophytosen - Diagnostik und Therapie. Der Hautarzt, 2019; 70(5): 342-354.
  3. World Health Organization (WHO): Fungal diseases and their burden. Genf, 2022. Verfügbar unter: https://www.who.int

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