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Desloratadin ist ein modernes Antihistaminikum der zweiten Generation zur Behandlung von Allergien wie Heuschnupfen und Nesselsucht. Es wirkt nicht sedierend und ist gut verträglich.
Desloratadin ist ein modernes Antihistaminikum der zweiten Generation zur Behandlung von Allergien wie Heuschnupfen und Nesselsucht. Es wirkt nicht sedierend und ist gut verträglich.
Desloratadin ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Antihistaminika der zweiten Generation. Es handelt sich dabei um den aktiven Hauptmetaboliten von Loratadin und wird zur Behandlung allergischer Erkrankungen eingesetzt. Im Vergleich zu älteren Antihistaminika der ersten Generation verursacht Desloratadin keine oder nur sehr geringe Müdigkeit, da es die Blut-Hirn-Schranke kaum überwindet.
Desloratadin wird bei einer Reihe von allergisch bedingten Erkrankungen eingesetzt:
Desloratadin wirkt als selektiver, peripherer Histamin-H1-Rezeptor-Antagonist. Das bedeutet, es blockiert gezielt die H1-Rezeptoren, an die Histamin binden würde. Histamin ist ein körpereigener Botenstoff, der bei allergischen Reaktionen freigesetzt wird und typische Symptome wie Juckreiz, Schwellungen, Rötungen und Sekretionserhöhung auslöst. Durch die Blockade dieser Rezeptoren werden diese Symptome wirksam unterdrückt. Desloratadin hat außerdem eine schwache antiinflammatorische Wirkung, indem es die Freisetzung von entzündungsfördernden Zytokinen hemmt.
Die Standarddosierung für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren beträgt 5 mg einmal täglich, üblicherweise als Tablette oder Schmelztablette. Für Kinder gibt es altersgerechte Dosierungen in Form von Sirup:
Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen. Eine Dosisanpassung kann bei Patienten mit schwerer Nieren- oder Leberfunktionsstörung erforderlich sein.
Desloratadin gilt als sehr gut verträglich. Häufig berichtete Nebenwirkungen sind:
Schwerwiegende Nebenwirkungen wie anaphylaktische Reaktionen oder Herzrhythmusstörungen sind sehr selten, aber möglich. Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Desloratadin oder Loratadin sollte das Medikament nicht eingenommen werden.
Desloratadin weist im Vergleich zu älteren Antihistaminika nur wenige relevante Wechselwirkungen auf. Der gleichzeitige Konsum von Alkohol kann die sedierende Wirkung leicht verstärken. Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz sollte die Dosierung angepasst werden. In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Einnahme nur nach Rücksprache mit einem Arzt erfolgen.
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