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Dextromethorphan ist ein hustenstillender Wirkstoff, der in vielen rezeptfreien Erkältungsmitteln enthalten ist. Er wirkt direkt im Gehirn und unterdrückt den Hustenreiz.
Dextromethorphan ist ein hustenstillender Wirkstoff, der in vielen rezeptfreien Erkältungsmitteln enthalten ist. Er wirkt direkt im Gehirn und unterdrückt den Hustenreiz.
Dextromethorphan (kurz: DXM) ist ein synthetisch hergestellter Wirkstoff aus der Gruppe der Antitussiva, also hustenreizstillender Mittel. Er ist in zahlreichen rezeptfreien Husten- und Erkältungspräparaten enthalten und gehört zu den am häufigsten verwendeten Hustenmitteln weltweit. Chemisch ist Dextromethorphan ein Derivat des Morphinans, wirkt jedoch – im Gegensatz zu Opioidanalgetika – nicht schmerzhemmend und hat bei bestimmungsgemäßer Anwendung kein nennenswertes Suchtpotenzial.
Dextromethorphan wirkt hauptsächlich als Antagonist an NMDA-Rezeptoren (N-Methyl-D-Aspartat-Rezeptoren) im zentralen Nervensystem. Durch diese Blockade wird das Hustenzentrum in der Medulla oblongata (verlängertes Mark) gehemmt, was den Hustenreiz unterdrückt. Zusätzlich bindet es an Sigma-1-Rezeptoren und blockiert bestimmte Serotonintransporter, was seine pharmakologischen Eigenschaften weiter beeinflusst.
Im Gegensatz zu Codein wirkt Dextromethorphan nicht über Opioidrezeptoren, weshalb es keine analgetische (schmerzstillende) Wirkung besitzt und in therapeutischen Dosen keine Atemdepression verursacht.
Dextromethorphan wird primär zur symptomatischen Behandlung von Reizhusten eingesetzt, insbesondere bei:
Es ist nicht geeignet bei produktivem Husten mit Auswurf, da der Schleim in diesem Fall abgehustet werden sollte.
Dextromethorphan ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich:
Die übliche Erwachsenendosis beträgt 10–30 mg alle 4–8 Stunden, nicht mehr als 120 mg pro Tag. Bei Kindern ist die Dosierung gewichts- und altersabhängig; Kinder unter 2 Jahren sollten Dextromethorphan grundsätzlich nicht erhalten. Ab einem Alter von 6 Jahren ist eine Anwendung unter ärztlicher Aufsicht möglich.
Bei bestimmungsgemäßer Anwendung ist Dextromethorphan gut verträglich. Mögliche Nebenwirkungen umfassen:
Bei Überdosierung kann Dextromethorphan psychoaktive Wirkungen hervorrufen (Dissoziation, Halluzinationen), weshalb es gelegentlich missbräuchlich verwendet wird. Eine Überdosierung ist medizinisch ernst zu nehmen und erfordert sofortige ärztliche Versorgung.
Wichtige Wechselwirkungen bestehen mit:
Dextromethorphan sollte nicht angewendet werden bei:
Die Anwendung von Dextromethorphan in der Schwangerschaft sollte nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung und ärztlicher Empfehlung erfolgen, da die Datenlage zur Sicherheit in der Schwangerschaft begrenzt ist. In der Stillzeit ist Vorsicht geboten, da der Wirkstoff in die Muttermilch übergehen kann.
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