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Das DiGeorge-Syndrom ist eine angeborene Erkrankung durch einen Gendefekt auf Chromosom 22, die das Immunsystem, das Herz und die Entwicklung betrifft.
Das DiGeorge-Syndrom ist eine angeborene Erkrankung durch einen Gendefekt auf Chromosom 22, die das Immunsystem, das Herz und die Entwicklung betrifft.
Das DiGeorge-Syndrom ist eine angeborene Erkrankung, die durch den Verlust eines kleinen Abschnitts auf Chromosom 22 verursacht wird. In der Medizin spricht man auch von einer 22q11.2-Deletion. Diese fehlende genetische Information beeinflusst die Entwicklung verschiedener Organe und Körpersysteme, insbesondere des Immunsystems, des Herzens und der Nebenschilddrüsen. Das Syndrom ist nach dem amerikanischen Arzt Angelo DiGeorge benannt, der es in den 1960er Jahren erstmals beschrieb.
Die Ursache des DiGeorge-Syndroms ist ein Mikrodeletionsdefekt auf dem langen Arm von Chromosom 22 (Abschnitt 22q11.2). Diese Deletion tritt in den meisten Fällen spontan auf, das heißt, sie wird nicht von einem Elternteil vererbt, sondern entsteht neu bei der Entstehung der Eizelle oder des Spermiums. In etwa 10 Prozent der Fälle kann die Deletion jedoch von einem betroffenen Elternteil weitergegeben werden. Das DiGeorge-Syndrom tritt bei etwa 1 von 4.000 Geburten auf und gilt damit als eine der häufigsten Chromosomendeletionsstörungen.
Da die Deletion viele Gene betrifft, ist das Krankheitsbild sehr vielfältig. Nicht alle Betroffenen haben dieselben Symptome. Zu den häufigsten Merkmalen gehören:
Die Diagnose des DiGeorge-Syndroms kann bereits pränatal durch eine Chromosomenanalyse des Fruchtwassers oder der Chorionzotten gestellt werden, insbesondere wenn bei Ultraschalluntersuchungen ein Herzfehler oder andere Auffälligkeiten entdeckt werden. Nach der Geburt erfolgt die Bestätigung durch:
Eine ursächliche Behandlung des DiGeorge-Syndroms gibt es bisher nicht. Die Therapie richtet sich nach den jeweiligen Symptomen und Organbeteiligungen:
Angeborene Herzfehler werden je nach Art und Schwere operativ korrigiert, häufig bereits in den ersten Lebenswochen oder -monaten.
Bei schwerer T-Zell-Defizienz kann eine Thymusgewebetransplantation oder eine Stammzelltransplantation in Betracht gezogen werden. Regelmäßige Impfungen und ggf. Immunglobulinsubstitution sind wichtig.
Der niedrige Kalziumspiegel wird durch Kalzium- und Vitamin-D-Präparate ausgeglichen, die oft lebenslang eingenommen werden müssen.
Kinder mit DiGeorge-Syndrom profitieren häufig von Frühförderung, Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie, um Entwicklungsverzögerungen zu minimieren.
Psychiatrische Erkrankungen werden entsprechend ihren Leitlinien behandelt, zum Beispiel mit Psychotherapie oder Medikamenten.
Die Prognose des DiGeorge-Syndroms hängt stark von den individuellen Symptomen ab. Viele Betroffene führen mit entsprechender medizinischer Betreuung ein weitgehend normales Leben. Schwere Herzfehler oder Immundefekte können die Lebenserwartung beeinflussen. Regelmäßige Kontrollen durch ein multidisziplinäres Team aus Kardiologen, Immunologen, Endokrinologen und weiteren Spezialisten sind empfehlenswert.
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