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Ein Diuretikum ist ein harntreibendes Medikament, das die Ausscheidung von Wasser und Salzen über die Nieren steigert. Es wird bei Bluthochdruck, Herzinsuffizienz und Wassereinlagerungen eingesetzt.
Ein Diuretikum ist ein harntreibendes Medikament, das die Ausscheidung von Wasser und Salzen über die Nieren steigert. Es wird bei Bluthochdruck, Herzinsuffizienz und Wassereinlagerungen eingesetzt.
Ein Diuretikum (Mehrzahl: Diuretika) ist ein Arzneimittel, das die Harnproduktion in den Nieren erhöht und damit die Ausscheidung von Wasser sowie Elektrolyten wie Natrium, Kalium und Chlorid fördert. Der Begriff leitet sich vom griechischen Wort diourein ab, was so viel bedeutet wie "Urin ausscheiden". Im klinischen Alltag werden Diuretika häufig als "Wassertabletten" bezeichnet.
Diuretika greifen an verschiedenen Stellen der Niere ein, um die Rückresorption von Wasser und Salzen zu hemmen. Dies führt dazu, dass mehr Flüssigkeit über den Urin ausgeschieden wird. Je nach Wirkort und Wirkmechanismus unterscheidet man verschiedene Klassen von Diuretika.
Thiazid-Diuretika (z. B. Hydrochlorothiazid) hemmen den Natrium-Chlorid-Transporter im distalen Tubulus der Niere. Sie werden vor allem bei Bluthochdruck und leichten Wassereinlagerungen eingesetzt und haben eine mittlere Wirkstärke.
Schleifendiuretika (z. B. Furosemid, Torasemid) wirken am aufsteigenden Ast der Henle-Schleife, einer wichtigen Struktur in der Niere. Sie hemmen dort den Natrium-Kalium-Chlorid-Transporter und gehören zu den stärksten verfügbaren Diuretika. Schleifendiuretika werden häufig bei Herzinsuffizienz, schweren Ödemen und Nierenerkrankungen verwendet.
Kaliumsparende Diuretika (z. B. Spironolacton, Amilorid) hemmen die Rückresorption von Natrium im Sammelrohr der Niere, ohne dabei gleichzeitig Kalium auszuscheiden. Sie werden oft in Kombination mit anderen Diuretika eingesetzt, um einem Kaliummangel entgegenzuwirken.
Carboanhydrase-Hemmer (z. B. Acetazolamid) sind eine weitere Klasse, die vor allem bei Glaukom (erhöhtem Augeninnendruck) und der Höhenkrankheit eingesetzt werden. Ihre diuretische Wirkung ist vergleichsweise gering.
Diuretika werden bei einer Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt:
Die Dosierung von Diuretika richtet sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung, dem klinischen Bild des Patienten sowie der Nieren- und Leberfunktion. Eine ärztliche Verordnung und regelmäßige Kontrolle der Elektrolyte (Blutsalze) sind unbedingt erforderlich. Selbstmedikation ohne ärztliche Aufsicht ist nicht empfehlenswert.
Wie alle Medikamente können auch Diuretika Nebenwirkungen verursachen. Häufige Nebenwirkungen sind:
Diuretika können mit anderen Medikamenten interagieren. Wichtige Wechselwirkungen bestehen unter anderem mit:
Diuretika sind nicht für jeden Patienten geeignet. Sie sollten bei folgenden Zuständen nicht oder nur unter strenger Überwachung eingesetzt werden:
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