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DOG1 ist ein diagnostischer Biomarker, der vor allem in gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) stark exprimiert wird und in der Pathologie zur präzisen Tumordiagnose eingesetzt wird.
DOG1 ist ein diagnostischer Biomarker, der vor allem in gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) stark exprimiert wird und in der Pathologie zur präzisen Tumordiagnose eingesetzt wird.
DOG1 (Discovered on GIST 1, auch bekannt als ANO1 oder TMEM16A) ist ein Transmembranprotein, das als Kalzium-aktivierter Chloridkanal fungiert. Es wurde erstmals als hochspezifischer Marker für gastrointestinale Stromatumoren (GIST) identifiziert und ist heute ein unverzichtbarer Bestandteil der immunhistochemischen Diagnostik in der Pathologie.
DOG1 kodiert für einen kalziumaktivierten Chloridionenkanal, der in verschiedenen Geweben des Körpers vorkommt. Er spielt eine Rolle bei der Regulation des Zellvolumens, der sekretorischen Funktion von Epithelzellen sowie bei der Zellproliferation und Migration. In gesundem Gewebe wird DOG1 unter anderem in den interstitiellen Zellen von Cajal (ICC) exprimiert, den Schrittmacherzellen des Magen-Darm-Trakts, aus denen GISTs häufig entstehen.
In der klinischen Pathologie wird DOG1 als immunhistochemischer Marker eingesetzt, um GIST-Tumoren von anderen mesenchymalen Tumoren des Magen-Darm-Trakts zu unterscheiden. Der Marker hat eine hohe diagnostische Sensitivität und Spezifität:
Gastrointestinale Stromatumoren sind die häufigsten mesenchymalen Tumoren des Magen-Darm-Trakts. Die präzise Diagnose ist entscheidend, da GISTs auf zielgerichtete Therapien mit Tyrosinkinaseinhibitoren wie Imatinib ansprechen. Ein positiver DOG1-Befund in der immunhistochemischen Färbung bestätigt in Kombination mit klinischen und morphologischen Befunden die GIST-Diagnose und ermöglicht die Einleitung einer geeigneten Therapie.
Die immunhistochemische Untersuchung auf DOG1 erfolgt an Gewebeproben (Biopsien oder Operationspräparate), die nach Fixierung und Einbettung mit spezifischen Antikörpern gegen das DOG1-Protein gefärbt werden. Eine positive DOG1-Färbung zeigt sich als charakteristisches Anfärbemuster der Tumorzellen und wird von einem Pathologen bewertet. Die gängigen klinisch eingesetzten Antikörper sind unter anderem K9 und SP31.
Neben GIST wurde eine DOG1-Expression auch in anderen Tumorarten beschrieben, darunter:
Diese Expressionsmuster werden derzeit wissenschaftlich untersucht und könnten zukünftig weitere diagnostische oder therapeutische Relevanz gewinnen.
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