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Drogenentzug bezeichnet den medizinisch begleiteten oder selbststaendigen Prozess, bei dem eine Person den Konsum von Suchtmitteln beendet und koerperliche sowie psychische Entzugssymptome durchlebt.
Drogenentzug bezeichnet den medizinisch begleiteten oder selbststaendigen Prozess, bei dem eine Person den Konsum von Suchtmitteln beendet und koerperliche sowie psychische Entzugssymptome durchlebt.
Drogenentzug beschreibt den Prozess, bei dem eine Person aufhoert, Sucht erzeugende Substanzen wie Alkohol, Opioide, Benzodiazepine, Cannabis, Kokain oder andere Drogen zu konsumieren. Dabei treten charakteristische koerperliche und psychische Entzugserscheinungen auf, die je nach Substanz, Konsumsdauer und individueller Konstitution unterschiedlich stark ausgepraegt sein koennen. Ein medizinisch begleiteter Entzug wird empfohlen, um Komplikationen zu vermeiden und die Erfolgschancen zu erhoehen.
Regelmaessiger oder langfristiger Konsum psychoaktiver Substanzen fuehrt zu biochemischen Veraenderungen im Gehirn. Der Koerper gewoehnt sich an die Anwesenheit der Substanz (koerperliche Abhaengigkeit) und aendert seine Botenstoffsysteme entsprechend. Wird die Substanz abrupt abgesetzt oder reduziert, reagiert das Nervensystem mit Entzugssymptomen. Parallel entsteht oft eine psychische Abhaengigkeit, bei der starkes Verlangen nach der Substanz (Craving) auftritt.
Die Symptome variieren je nach Substanz, koennen aber folgende Beschwerden umfassen:
Die Diagnose einer Abhaengigkeitserkrankung und die Einschaetzung des Entzugsschweregrads erfolgt durch Aerzte oder Suchtspezialisten. Dabei werden standardisierte Bewertungsskalen wie der CIWA-Ar (Clinical Institute Withdrawal Assessment for Alcohol) oder der COWS (Clinical Opiate Withdrawal Scale) verwendet. Eine koerperliche Untersuchung, Bluttests sowie die ausfuehrliche Anamnese sind Teil der Diagnose.
Der erste Schritt ist die koerperliche Entgiftung, idealerweise unter stationaerer oder ambulanter aerztlicher Aufsicht. Je nach Substanz werden Medikamente eingesetzt, um Entzugssymptome zu lindern und Komplikationen zu verhindern:
Nach der koerperlichen Entgiftung ist eine psychotherapeutische Behandlung entscheidend fuer den langfristigen Erfolg. Dazu zaehlen:
Bei Opioidabhaengigkeit kann eine langfristige Substitutionstherapie mit Methadon oder Buprenorphin eingesetzt werden, um Rueckfaelle zu verhindern und die soziale Stabilisierung zu unterstuetzen.
Ein Entzug sollte grundsaetzlich unter aerztlicher Begleitung erfolgen, insbesondere bei:
Unbegleitete Entzuege koennen lebensbedrohlich sein. Im Notfall sollte umgehend der aerztliche Notfalldienst (Tel. 112) oder eine Suchtberatungsstelle kontaktiert werden.
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