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Der Ductus choledochus ist der gemeinsame Gallengang, der Galle aus Leber und Gallenblase in den Zwölffingerdarm leitet. Er spielt eine zentrale Rolle bei der Fettverdauung.
Der Ductus choledochus ist der gemeinsame Gallengang, der Galle aus Leber und Gallenblase in den Zwölffingerdarm leitet. Er spielt eine zentrale Rolle bei der Fettverdauung.
Der Ductus choledochus, auch als gemeinsamer Gallengang bezeichnet, ist ein röhrenförmiger Kanal im menschlichen Verdauungssystem. Er entsteht durch die Vereinigung des Ductus hepaticus communis (der die Galle aus der Leber ableitet) und des Ductus cysticus (der von der Gallenblase kommt). Der Ductus choledochus transportiert die Gallenflüssigkeit in den Zwölffingerdarm (Duodenum), wo sie für die Verdauung von Fetten unentbehrlich ist.
Der Gang verläuft hinter dem Magen und durch den Kopf der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), bevor er gemeinsam mit dem Pankreasgang (Ductus pancreaticus) in die sogenannte Papilla duodeni major (Papilla Vateri) mündet. Ein ringförmiger Muskel, der Sphincter Oddi, reguliert den Gallefluss in den Darm.
Der Ductus choledochus ist beim Erwachsenen in der Regel 6 bis 8 cm lang und hat einen Innendurchmesser von etwa 4 bis 8 mm. Er wird anatomisch in vier Abschnitte unterteilt:
Die Hauptaufgabe des Ductus choledochus ist die Leitung der Gallenflüssigkeit vom Leber-Gallenblasensystem in den Dünndarm. Die Galle enthält Gallensäuren, die für die Emulgierung und Aufnahme von Fetten und fettlöslichen Vitaminen (A, D, E, K) notwendig sind. Außerdem hilft die Galle bei der Neutralisierung des sauren Magensaftes im Dünndarm und hat eine antibakterielle Wirkung.
Die häufigste Erkrankung des Ductus choledochus ist die Choledocholithiasis, also das Vorhandensein von Gallensteinen im gemeinsamen Gallengang. Diese können den Gallefluss blockieren und zu starken Oberbauchschmerzen, Gelbsucht (Ikterus), Übelkeit und Fieber führen. Komplikationen umfassen eine Entzündung des Gallengangs (Cholangitis) oder eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis).
Die Cholangitis ist eine bakterielle Entzündung der Gallengänge, die häufig durch eine Obstruktion (Verstopfung) ausgelöst wird. Typische Symptome sind Fieber, Gelbsucht und Schmerzen im rechten Oberbauch – dieses Trio wird als Charcot-Trias bezeichnet. Eine Cholangitis ist ein medizinischer Notfall und muss umgehend behandelt werden.
Narbige Verengungen (Strikturen) des Ductus choledochus können nach Operationen, Entzündungen oder durch eine Primär sklerosierende Cholangitis (PSC) entstehen. Sie behindern den Galleabfluss und können zu einem chronischen Ikterus und Leberschäden führen.
Das Cholangiokarzinom ist ein bösartiger Tumor der Gallengänge. Es wächst häufig langsam und macht sich erst spät durch Symptome wie schmerzlosen Ikterus, Gewichtsverlust und Juckreiz bemerkbar. Die Prognose ist abhängig vom Stadium der Erkrankung bei Diagnosestellung.
Choledochuszysten sind seltene angeborene Erweiterungen des Gallengangs. Sie können Galleabflussstörungen, Entzündungen und im Verlauf ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Gallengangskarzinomen verursachen.
Zur Beurteilung des Ductus choledochus stehen verschiedene bildgebende Verfahren zur Verfügung:
Die Therapie richtet sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung:
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