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Die Dünndarmatrophie bezeichnet den Rückgang der Dünndarmschleimhaut, wodurch die Nährstoffaufnahme stark beeinträchtigt wird. Sie tritt häufig bei Zöliakie, chronischen Entzündungen oder Mangelernährung auf.
Die Dünndarmatrophie bezeichnet den Rückgang der Dünndarmschleimhaut, wodurch die Nährstoffaufnahme stark beeinträchtigt wird. Sie tritt häufig bei Zöliakie, chronischen Entzündungen oder Mangelernährung auf.
Die Dünndarmatrophie beschreibt den krankhaften Rückgang (Atrophie) der Schleimhaut des Dünndarms. Besonders betroffen sind dabei die sogenannten Dünndarmzotten (Villi intestinales) – fingerförmige Ausstülpungen der Darmschleimhaut, die für die Aufnahme von Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen aus der Nahrung verantwortlich sind. Wenn diese Zotten verkümmern oder ganz verschwinden, spricht man von einer Zottenatrophie. Dies führt zu einer erheblich verminderten Resorptionsfläche und damit zu Mangelerscheinungen und Verdauungsbeschwerden.
Es gibt verschiedene Erkrankungen und Faktoren, die eine Dünndarmatrophie verursachen können:
Die Beschwerden bei einer Dünndarmatrophie entstehen hauptsächlich durch die gestörte Nährstoffaufnahme (Malabsorption):
Die Diagnose einer Dünndarmatrophie erfolgt durch mehrere Untersuchungen:
Die Behandlung der Dünndarmatrophie richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache:
Die wichtigste Maßnahme ist eine lebenslange, strikt glutenfreie Ernährung. Bei konsequenter Einhaltung kann sich die Darmschleimhaut vollständig regenerieren, was in der Regel einige Monate bis Jahre dauert.
Bei Morbus Crohn oder Autoimmunenteropathie kommen immunsuppressive Medikamente (z. B. Kortikosteroide, Azathioprin, Biologika) zum Einsatz, um die Entzündung zu kontrollieren und die Schleimhautheilung zu fördern.
Unabhängig von der Ursache ist die gezielte Substitution fehlender Nährstoffe essenziell – etwa Eisen, Vitamin B12, Folsäure, Vitamin D, Kalzium und Zink. In schweren Fällen kann eine parenterale Ernährung (Nährstoffzufuhr über die Vene) notwendig sein.
Infektiöse Ursachen wie Giardiasis werden mit spezifischen antiinfektiven Medikamenten (z. B. Metronidazol) behandelt.
Bei rechtzeitiger Diagnose und konsequenter Behandlung der Grunderkrankung ist die Prognose der Dünndarmatrophie in vielen Fällen gut. Die Darmschleimhaut besitzt eine bemerkenswerte Regenerationsfähigkeit. Allerdings ist bei manchen Ursachen wie der refraktären Zöliakie eine vollständige Erholung erschwert, weshalb regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig sind.
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